Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 23.07.2019


Innsbruck

Entscheidung zu Busparkplatz in Innsbruck rückt näher

BM Georg Willi hofft, die von ihm vorgeschlagene Lösung – am Areal der Hofgarten-Gärtnerei – noch diese Woche dem Stadtsenat vorlegen zu können.

Der bestehende Parkplatz bietet Platz für bis zu 45 Busse. Die Variante auf Teilflächen der Hofgarten-Gärtnerei sieht 35 Stellplätze und eine Anmietung auf 15 Jahre vor. Derzeit laufen noch Verhandlungen.

© DomanigDer bestehende Parkplatz bietet Platz für bis zu 45 Busse. Die Variante auf Teilflächen der Hofgarten-Gärtnerei sieht 35 Stellplätze und eine Anmietung auf 15 Jahre vor. Derzeit laufen noch Verhandlungen.



Innsbruck – Wo und wie sollen in Innsbruck künftig die vielen Reisebusse parken? In dieser seit Monaten heiß diskutierten Frage könnte diese Woche eine Entscheidung fallen. Abhängig von letzten Detailverhandlungen mit dem Bund, möchte BM Georg Willi (Grüne) womöglich schon im Stadtsenat am Mittwoch seine Lösungsvariante zur Abstimmung vorlegen.

Diese sieht, vereinfacht dargestellt, folgende Eckpunkte vor: Die Stadt Innsbruck mietet von den Bundesgärten rund die Hälfte des Areals der Hofgarten-Gärtnerei an – auf 15 Jahre und für 35 Busse. Dabei solle, so heißt es, der Betrieb der Gärtnerei keine Einschränkungen erfahren. Über die Einnahmen aus der Verpachtung der Busparkplätze soll ein finanzieller Beitrag zur Vergrößerung und Erneuerung des Palmenhauses im Hofgarten geleistet werden – ein Projekt, das die Bundesgärten schon länger angehen wollen. „Das wäre also eine Investition am Standort, was uns sehr wichtig war“, erklärte Willi gestern bei der städtischen Pressestunde.

Am neuen Busparkplatz – der um zehn Stellplätze kleiner wäre als der bestehende – soll laut Willi auch eine „hochwertige Info- und Serviceinfrastruktur für die Busfahrer und die Wartenden“ geschaffen werden. Der Fußballplatz des FC Union Innsbruck bleibt in dieser Variante an seinem bisherigen Standort erhalten, wird aber um 90 Grad gedreht. Dabei soll laut Willi auch über Synergien nachgedacht werden – etwa eine gemeinsame Toi­lettenanlage für Sportplatz und Busparkplatz unter der Tribüne.

Die Kosten für die Gestaltung des Busparkplatzes beziffert Willi mit „maximal zwei Millionen Euro“ – wobei hier freilich der Sportplatz-Umbau noch nicht einberechnet ist.

Willi hofft, schon bis zur Sitzung des Stadtsenats am Mittwoch mit den Verhandlungen „ins Finale zu kommen“ – ansonsten soll der Stadtsenat Mitte August entscheiden.

Jedenfalls könne die Stadt auch, sobald die Busparkplatz-Frage geklärt ist, gegenüber dem Land grünes Licht für die nächsten Schritte beim – neu aufgesetzten – Großprojekt MCI-Neubau geben, erklärten Willi und Tourismusreferent Vize-BM Franz X. Gruber (ÖVP). Letzterer signalisiert Zustimmung zu der von Willi vorgeschlagenen Variante: „Wir brauchen im Bereich des Hofgartens weiterhin einen solchen zentrumsnahen Busparkplatz.“ Zudem sei die Lösung deutlich günstiger als die ursprünglich geplante Bus-Tiefgarage.

Was die – umstrittene – Bedeutung der Bustouristen angeht, verweist Gruber auf eine Studie der Wirtschaftskammer (2015): Demnach bringe der Innsbrucker Bustourismus Tirol jährlich eine Bruttowertschöpfung von ca. 84 Mio. Euro und sichere über 1200 Vollzeitarbeitsplätze. (md)