Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 23.07.2019


Innsbruck

Patscherkofelbahn: Willi und Gruber für Konsequenzen

Beim Sondergemeinderat soll sich der Nebel rund um die Verteuerung beim Patscherkofel-Projekt lichten.

© Thomas BöhmBeim Sondergemeinderat soll sich der Nebel rund um die Verteuerung beim Patscherkofel-Projekt lichten.



Der jüngste Sondergemeinderat samt Fragestunde zur Kostenexplosion beim Neubau der Patscherkofelbahn habe „viele offene Fragen beantwortet", bilanzierte BM Georg Willi (Grüne) gestern beim wöchentlichen Medien-Jour-fixe. Die endgültige Bewertung der Verantwortung — die Willi jedenfalls auf mehrere Schultern verteilt sieht — solle dann im Herbst erfolgen. Sobald die Protokolle der Sitzung vorliegen, werde man die einzelnen Aussagen und Informationen „zusammenfügen" und alles noch einmal einer vertiefenden Prüfung unterziehen. Für Willi ist dabei klar: „Dass etwas, das so abläuft, ohne Konsequenzen bleibt, kann es auch nicht sein", ,man könne hier „nicht zur Tagesordnung übergehen". Die Stadt sei auch bereits dabei, zu prüfen, welche etwaigen schadenersatzrechtlichen Ansprüche man ableiten könnte.

Vize-BM Franz X. Gruber (ÖVP) spricht sich ebenfalls für eine „vertiefte Klärung" der Fakten über den Sommer aus. „Dann wird man auch über Konsequenzen reden müssen, auf Basis der Verantwortungen, die die beteiligten Gruppen — von der Bauaufsicht bis zur Geschäftsführung der Patscherkofelbahnen — zu tragen haben." Ab wann die Geschäftsführung wusste, dass es teurer wird, könne er aber zum Beispiel nicht beurteilten, so Gruber. In den vielzitierten Montagsrunden habe es im Bezug auf die Mehrkosten jedenfalls „keine Informationen" gegeben, betonte Gruber zum wiederholten Mal.

Dazu, wie die genannten Konsequenzen gegebenenfalls konkret ausschauen könnten, äußerten sich Willi und Gruber gestern nicht. (md)