Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 25.07.2019


Bezirk Landeck

Natur- und Klimaschutz: St. Anton verzichtet auf Pestizide

Im Tourismusort St. Anton sollen Lebensräume für Schmetterlinge, Wildbienen und Co. geschaffen werden.

Markus Steinmüller (Ortsbildausschuss), Matthias Karadar (Tiroler Bildungsforum), Clemens Enthofer, Bürgermeister Helmut Mall sowie Peter Mall stellen die Weichen zur „Natur im Garten“-Gemeinde.

© Gemeinde St. AntonMarkus Steinmüller (Ortsbildausschuss), Matthias Karadar (Tiroler Bildungsforum), Clemens Enthofer, Bürgermeister Helmut Mall sowie Peter Mall stellen die Weichen zur „Natur im Garten“-Gemeinde.



St. Anton – Pestizide, Kunstdünger und Torf – „wir in der Gemeinde möchten auf diese Mittel verzichten und so unseren Beitrag zum Natur- und Klimaschutz leisten“, erklärt der St. Antoner Bürgermeister Helmut Mall. Zudem sollen im Tourismusort Lebensräume für Schmetterlinge, Wildbienen und Co. geschaffen werden. „Staudenbeete werden mit ökologisch wertvollen Pflanzen für Insekten bepflanzt. Die alpin gestalteten Kreisverkehre werden noch mit verschiedenen früh- und spätblühenden heimischen Pflanzen aufgewertet. Und an einigen Stellen sollen im nächsten Jahr bunt blühende Blumenwiesen entstehen“, so Mall. St. Anton macht sich nämlich auf den Weg zur „Natur im Garten“-Gemeinde. Das wurde erst kürzlich beschlossen.

Das Projekt „Naturgarteninitiative Tirol“ wird mit Unterstützung von Land und Europäischer Union durchgeführt.

Dass in St. Anton bereits einige Böschungen nur noch zwei Mal im Jahr gemäht werden, sei ein wichtiger Beitrag. „Schon solche kleinen Schritte sind für die Natur überaus wertvoll“, so Matthias Karadar, Biologe und Projektleiter von „Natur im Garten“ im Tiroler Bildungsforum. Hummeln, Bienen und viele andere Insekten finden dann leichter Nahrung.

Infos zum Projekt gibt es unter www.naturimgarten.tirol (TT, mr)