Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 01.08.2019


Bezirk Kufstein

Brennerbasistunnel: Euregio will bei Bahnbau vermitteln

Nordzulauf für den Brennerbasistunnel ist für den Vizepräsidenten der Handelskammer in Bayern unbedingt notwendig.

Hans Dettendorfer bei seinem Vortrag.

© OsterauerHans Dettendorfer bei seinem Vortrag.



Kufstein – Georg Dettendorfer, Vizepräsident der Industrie und Handelskammer Bayern, ließ bei seinem Vortrag im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Euregio Inntal keinen Zweifel daran, dass die Verlagerung der Güter im Fernverkehr von der Straße auf die Schiene unumgänglich ist. Er bezeichnete den Bau des Nordzulaufes zum Brennerbasistunnel als mehr als dringend, „wenn wir die Straße entlasten und die Klimaziele erreichen wollen“. Die Euregio Inntal könne dabei ein wichtiges, verbindendes Element sein, meinte Dettendorfer bei der Versammlung im bayerischen Flintsbach.

Seit über 20 Jahren setzt sich Euregio Inntal für die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Tirol und Bayern ein. Ihr gehören über 80 Mitglieder aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein, der kreisfreien Stadt Rosenheim und den Bezirken Kitzbühel und Kufstein an.

Präsident Walter J. Mayr zeigte anhand aktueller europäischer und regionaler Themen auf, wie wichtig diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist. Mit Unterstützung der Euregio Inntal sind in den letzten vier Jahren Interreg-Projekte mit einem Gesamtvolumen von über sechs Millionen Euro mit max. 75 Prozent gefördert worden. Für ihre Aktivitäten wird die Euregio-Geschäftsstelle ebenso aus dem Interreg-Programm der EU gefördert. Die Beiträge der Mitglieder zur Führung der Geschäftsstelle betrugen in den letzten vier Jahren nur 94.000 Euro.

Viele der geförderten Vorhaben, so Mayr, würden sich ergänzen und von den Synergieeffekten profitieren, nicht nur die Projektträger, sondern auch die gemeinsame Grenzregion. Neben den Themen Mobilität, Klimaschutz und „Sanfter Tourismus“ wird sich die Euregio Inntal auch weiterhin für die Aus- und Weiterbildung einsetzen. Von 16 laufenden Interreg-Projekten und zahlreichen Informations- und Vernetzungsveranstaltungen konnte Geschäftsführerin Esther Jennings berichten. (TT)