Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 02.08.2019


Bezirk Kitzbühel

Grüne Kritik an Pistenraupen

LA Gebi Mair machte am Donnerstag im Bezirk Kitzbühel Station und traf dort mit Bezirkssprecher Helmut Deutinger zusammen.

LA Gebi Mair (l.) machte im Bezirk Kitzbühel Station und traf Bezirkssprecher Helmut Deutinger zum Radeln.

© GrüneLA Gebi Mair (l.) machte im Bezirk Kitzbühel Station und traf Bezirkssprecher Helmut Deutinger zum Radeln.



Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Mit seinem Rennrad in St. Johann Station gemacht hat am Donnerstag der Tiroler Klubobmann und Umweltsprecher der Grünen, Gebi Mair: Über 40.000 Höhenmeter und 2350 Kilometer muss er insgesamt strampeln, damit er alle 279 Tiroler Gemeinden erreicht, um dort für den Klimaschutz zu werben. Gestartet hat er seine „Klimaschutz-Comback-Tour“ in dieser Woche in Osttirol, in St. Johann in Tirol traf er auf den Bezirkssprecher der Grünen, Helmut Deutinger.

„Kitzbühel ist so wunderschön und facettenreich. Es sollte uns allen ein Anliegen sein, dass auch die kommenden Generationen Tirol in seiner Naturschönheit erleben und genießen können. Dafür müssen wir aber jetzt entschlossen gegen die Klima­krise vorgehen“, sagt Mair.

Auf Klimaschutzthemen im Bezirk angesprochen, äußerte Deutinger Kritik am so genannten Snowfarming: „Bei uns werden große Schneedepots angelegt, das ist so etwas von überflüssig.“ Eingespart werden könne aber auch bei den vielen Pistenraupen im Bezirk, deren Zahl Deutinger auf bis zu 200 schätzt. „Das sind Hunderttausende an Litern Diesel, die verbraucht werden“, rechnet Deutinger vor und Mair ergänzt, dass es hier viel Potenzial zur Einsparung gäbe, etwa mit alternativen Antriebsformen.

Was Mair und vor allem Deutinger sehr am Herzen liegt, ist der Ausbau der Radwege im Bezirk Kitzbühel. „Zwischen St. Johann und Fieberbrunn etwa ist ein Vorzeigeprojekt entstanden, was aber schon fast Jahrzehnte dauert, ist die Verbindung zwischen Kitzbühel und Oberndorf. Da fehlen etwa zwei bis zweieinhalb Kilometer“, erklärt Deutinger. Und auch zwischen St. Johann und Going gebe es eine Lücke von rund 1,5 Kilometern. Deutinger: „Hier wünsche ich mir auch mehr Unterstützung von den Tourismusverbänden, deren Fokus auf den touristischen Radfahrern liegt. Mountainbikestrecken haben wir nämlich ohne Ende.“

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