Letztes Update am Fr, 02.08.2019 13:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Affäre um Spendenvorwürfe

Mail-Affäre: Akt Thaler/Dornauer geht an Korruptionsstaatsanwalt

Die Verleumdungsvorwürfe wegen des vom Tiroler SPÖ-Chef Georg Dornauer veröffentlichten Mail können erst geprüft werden, wenn die im Mail erhobenen Vorwürfe des Bestechlichkeit geprüft wurden. Der Akt geht nun nach Wien.

Die Tiroler EU-Abgeordnete Barbara Thaler (ÖVP).

© Thomas Boehm / TTDie Tiroler EU-Abgeordnete Barbara Thaler (ÖVP).



Innsbruck – Rund um die Ermittlungen um ein Mail, das nach Bestechlichkeitsvorwürfen an Barbara Thaler vom Tiroler SPÖ-Vorsitzenden Georg Dornauer per Tweet veröffentlicht worden war, hat die Innsbrucker Staatsanwaltschaft am Freitag verfügt, dass der gesamte Akt an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nach Wien abgetreten wird. Dies bestätigte Staatsanwalt Thomas Willam heute auf Anfrage der TT.

Laut Ankläger Willam sei der angezeigte Vorwurf der Verleumdung untrennbar mit dem geäußerten Verdacht der Bestechlichkeit verbunden. Willam: „Bevor man unsererseits den Verdacht der Verleumdung (Er wurde seitens der ÖVP gegen unbekannte Personen geltend gemacht) prüfen kann, muss erst festgestellt werden, ob an allfälligen Bestechlichkeitsvorwürfen etwas dran ist.“ Die Prüfung allfälliger Bestechlichkeit ist allein der Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien vorbehalten. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung. (fell)