Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.08.2019


Innsbruck

Verspätung für das neue Zentrum für Alkoholkranke

Die Einrichtung für Alkoholkranke in der Matthias-Schmid-Straße startet wohl frühestens im November.

Vize-BM Franz Gruber sucht weiter nach Standorten.

© Thomas Boehm / TTVize-BM Franz Gruber sucht weiter nach Standorten.



Von Marco Witting

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Innsbruck – Es wird noch einige Zeit dauern, bis die viel diskutierte Betreuungseinrichtung in der Matthias-Schmid-Straße ihren Betrieb aufnehmen kann. Hatte man vor ein paar Monaten in der Stadtregierung noch gehofft, spätestens mit September die ersten Klienten begrüßen zu können, ist es in der jüngeren Vergangenheit um das Projekt ruhig geworden. Jetzt sieht es wohl so aus, als würde man frühestens Ende November oder Anfang Dezember hier beginnen können.

Vize-BM Franz Gruber (ÖVP) hatte zwar als zuständiger Referent mehrfach gedrängt und seine Ungeduld zum Ausdruck gebracht, doch Fristenläufe und rechtliche Voraussetzungen gelten auch für die Stadt. Das heißt: „Wir bekommen den Baubescheid bis Mitte September in Rechtskraft. Dann können wir bauen und auch das wird noch rund zwei bis zweieinhalb Monate dauern.“ Insgesamt 213.600 Euro investiert die Stadt in den Umbau und die Adaptierung des Gebäudes. Zudem fehlt noch die rechtliche Vereinbarung mit dem Land. Wie berichtet, wickeln die Tiroler Sozialen Dienste (TSD) das Kontaktzentrum für Alkoholkranke dann ab. Auch wenn es jetzt Verzögerungen gibt, insgesamt sei das Projekt sehr „zeitnah“ realisiert und vorangetrieben worden, sagt Gruber.

„Sorgenfalten“ hat der Vizebürgermeister auf einem anderen Gebiet. Zur Entflechtung der Situation rund um die Mentlgasse brauche es auch einen zweiten Standort für Drogenkranke. „Hier haben wir trotz insgesamt 17 Besichtigungen von verschiedenen Standorten nichts im Köcher. Neben den rechtlichen Problemen auf diesem Gebiet gibt es auch die Standortfrage“, sagt Gruber. Es sei aber klar, dass es eben diesen zweiten Standort brauche. Hier sei man allgemein gefordert, die Suche noch weiter zu intensivieren.