Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 15.08.2019


Innsbruck

Noch kein Beschluss für Busparkplatz in Innsbruck

Der Innsbrucker Stadtsenat nahm den Bericht von Bürgermeister Georg Willi (Grüne) zum Verhandlungsstand „mit Mehrheit zur Kenntnis“.

Der neue Busparkplatz dürfte kommen.

© Linda RieserDer neue Busparkplatz dürfte kommen.



Innsbruck – Der fertige Vertragsentwurf lag gestern noch nicht vor, der Innsbrucker Stadtsenat hat somit auch noch keinen Beschluss über die Schaffung eines neuen, oberirdischen Busparkplatzes am Standort Hofgarten-Gärtnerei gefasst. Allerdings nahm das Gremium einen Bericht von BM Georg Willi (Grüne) über den Verhandlungsstand mit dem Bund „mehrheitlich zur Kenntnis“ – und stellte damit klar, dass der Weg Richtung Busparkplatz weiter beschritten wird.

Zugleich sei dies ein Signal ans Land, dass die Planungen für den MCI-Neubau weitergehen können und es „an der Stadt nicht scheitern wird“, hieß es dazu gestern aus dem Bürgermeisterbüro.

Der von Willi als – sehr umstrittene – Kompromisslösung ausverhandelte Mietvertragsentwurf sieht vor, dass die Stadt Teilflächen im Ausmaß von über 4000 m2 übernimmt, 35 Reisebusse sollen dort Platz finden. Das Mietverhältnis wird auf 15 Jahre abgeschlossen, die Pacht für diesen Zeitraum beträgt drei Mio. Euro.

Dem Bericht stimmten Grüne, ÖVP und SPÖ zu, Vize-BM Christine Oppitz-Plörer (FI) enthielt sich der Stimme, die FPÖ votierte dagegen. Für StR Rudi Federspiel ist die Investition in eine „kurzfristige Lösung“ – statt einer Tiefgarage – schlicht „unsinnig“. Unabhängig von der Umsetzung des Busparkplatzes schlug Federspiel gestern vor, dass die IVB-Remise in Wilten – die untertags größtenteils leerstehe – für das Abstellen (und Waschen) von Reisebussen genützt werden könnte. Die Passagiere könne man zentrumsnah aussteigen lassen. BM Willi habe zugesagt, dies zu prüfen.

StR Elisabeth Mayr (SPÖ) stimmte Willis Bericht zwar zu. Zusätzlich gelte es aber in den nächsten Jahren unbedingt ein Reisebuskonzept weiterzuverfolgen. Es brauche Parkflächen am Stadtrand – für „Kiss & Ride“-Lösungen (bei denen Aus- und Einstieg zentrumsnah erfolgen) oder Varianten mit Öffi-Transfer. Ebenso benötige es dringend Angebote für Wohnmobile.

Fix ist, dass das Reizthema Busparkplatz im Oktober den Gemeinderat beschäftigen wird – dafür hat die FPÖ mit einem Minderheitenvotum im Stadtsenat gesorgt. (md)




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