Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 20.08.2019


Innsbruck-Land

Ein neuer Chef für den Bezirk Innsbruck-Land

Seit wenigen Wochen ist Michael Kirchmair als Bezirkshauptmann zuständig für den Bezirk Innsbruck-Land. Er will das Haus weiter öffnen und die Öffnungszeiten ausdehnen.

Die ersten Wochen des neuen BH: von der Angelobung mit LH Günther Platter ...

© Die ersten Wochen des neuen BH: von der Angelobung mit LH Günther Platter ...



Von Marco Witting

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Innsbruck – Bezirkshauptmannschaft Innsbruck. 4. Stock. Das Büro ist hell und freundlich. Michael Kirchmairs Empfang in seinem Büro auch. Offen und durchaus direkt ist der Neue. Nach fast 20 Jahren hat die größte Bezirkshauptmannschaft des Landes einen neuen Frontmann. Der streut seinem Vorgänger Rosen und will den eingeschlagenen Weg noch weiter ausbauen.

... über die Arbeit im Büro ...
... über die Arbeit im Büro ...
- Land Tirol/Brandhuber

Vom Bezirksnassleistungsbewerb bis zum TT-Café – die ersten Wochen, Kirchmair ist seit dem 1. Juli im Amt, haben den Terminkalender des neuen BHs (wie er überall angesprochen wird) gefüllt. Dass eine Bezirkshauptmannschaft heutzutage wohl weniger als Amt, sondern als Servicestelle wahrgenommen wird, hat viel mit Vorgänger Herbert Hauser zu tun. „Er hat da großartige Arbeit geleistet und da kommen auch viele andere Institutionen, um sich das bei uns anzuschauen“, sagt Kirchmair. Er will das „Haus weiter öffnen“, wie er sagt. Denkt auch an längere bzw. andere Öffnungszeiten. „Doch das muss man gut überlegen. Auch schauen, dass wir das in den Referaten gut in Einklang bringen.“

Man nehme die Bezirkshauptmannschaft mittlerweile als „Servicebetrieb“ wahr. „Auch wenn wir natürlich Behörde sind, möchte ich schon, dass wir in Zukunft noch enger in den Dialog mit den Unternehmen kommen.“ So könnten in Vorgesprächen viele Punkte abgeklärt werden, noch ehe es zu einem eingereichten und dann möglicherweise bemängelten Antrag kommt. Kirchmair wünscht sich diesbezüglich einen „Umdenkprozess im Dialog“. Den Dialog zur Landespolitik will er auch weiter halten. Das dürfte dem Birgitzer, der in seiner Heimatgemeinde auch Vizebürgermeister war, nicht schwerfallen. Schließlich arbeitete er zuletzt im Büro von LH Günthe­r Platter.

Doch auch sonst gelte es ins Land hineinzuhören. Etwa bei den Einsatzorganisatione­n. Schließlich ist Kirchmair im Katastrophenfall auch Einsatz­leiter – ein Umstand, der ihm gleich zu Beginn der Amtszeit bei einer Schulun­g mit aller Konsequenz vor Auge­n geführt wurde. Die größte Herausforderung in einem Bezirk, der von den Gemeinden her alles zu bieten hat? „Der Verkehr.“ Hier habe die Landesregierung Maßnahmen gesetzt, die greifen würden. „Es gilt ja auch die Einsatzfähigkeit von Rettung und Polizei in den Orten sicherzustellen.“

Der Kontakt zu den Bürger­meistern stehe für ihn als Bezirks­hauptmann ganz oben auf der Prioritäten­liste, sagt Kirchmair. Dann warte­t der nächste Termin. Als neuer Chef müsse man eben auch viel Neues noch dazulernen.

... bis hin zum TT-Café (im Bild mit Physiotherm-Chef Josef Gunsch).
... bis hin zum TT-Café (im Bild mit Physiotherm-Chef Josef Gunsch).
- Foto TT/Rudy De Moor