Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 22.08.2019


Bezirk Imst

Gebhard Moser ist Ehrenbürger von Mils

Der Milser Langzeitbürgermeister prägte über etliche Jahrzehnte die Kleingemeinde. Nun wurde ihm die Ehrenbürgerschaft verliehen.

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© Ploder



Von Thomas Ploder

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Mils b. Imst – 36 Jahre Mitglied im Gemeinderat, davon 27 als Bürgermeister, prägten neben vielen öffentlichen Ämtern in Vereinen und Verbänden das berufliche und private Leben von Gebhard Moser.

Die Liste seiner Verdienste um die Heimatgemeinde ist lang, weshalb der Gemeinderat beschloss, dem 70-Jährigen die Ehrenbürgerschaft zu verleihen. Als Motivation nennt Gebhard Moser: „I mag mei Mils.“ So lautet auch der Titel eines Liedes, das er mit Gattin Gerda in den Reihen des Chores Jubilate gerne anstimmt.

Während seiner Amtszeit arbeitete der im März 2010 zurückgetretene „Gebi“ Moser mit fünf Landeshauptleuten zusammen. LH Günther Platter gratulierte per Videobotschaft und bezeichnete den Geehrten als fairen Gegner, sowohl am Fußballplatz wie auch in der Politik. Und dies, obwohl Platter als Tormann des Zammer Fußball-Teams sowie bei der Standortentscheidung für die Autobahnraststätte „Trofana“ gegen den „Stürmer aus Mils“ Niederlagen hinnehmen musste. Eine Präsentation von Zeitdokumenten aus der Sammlung von Leni Bullock erinnerte an die Meilensteine.

„Ich durfte von einem Vorbild lernen“, kommentierte Gebhards Sohn und Amtsnachfolger als Bürgermeister Markus Moser die Verdienste des Vaters, „was geblieben ist, sind große Fußspuren“. Dazu zählen unter anderem die Ortsumfahrung mit Milser Tunnel, die Raststation und der Bau der Medalp, Neubau von Schule, Gemeinde- und Mehrzweckgebäude, Feuerwehrhaus etc., die Erweiterung des Siedlungs- und des Gewerbegebietes, die Renovierung der Kirche und viele Bereiche der kommunalen Infrastruktur.

Gebhard Moser sieht diese Erfolge als gemeinschaftliches Ergebnis der Arbeit von Gemeinderat und Bevölkerung und betont: „Dass ich mich um Mils kümmern durfte, empfinde ich als Geschenk.“ Er dankte Frau Gerda und seiner Familie, „ohne deren Verständnis und Unterstützung das alles nicht möglich gewesen wäre“. (tp)




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