Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 25.08.2019


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Heli-Einsatz wegen Schnittwunde: Debatte um Rettungseinsätze

Die Debatte über zu viele Rettungshubschrauber in?Tirol wird mit Scheuklappen geführt. Über die Sinnhaftigkeit vieler Einsätze soll geschwiegen werden.

Weil die 2015 getroffene Vereinbarung nicht hält und zu viele Rettungshubschrauber in Tirol in der Luft rotieren, kommt es am Montag zu einem Heli-Gipfel im Landhaus.

© BöhmWeil die 2015 getroffene Vereinbarung nicht hält und zu viele Rettungshubschrauber in Tirol in der Luft rotieren, kommt es am Montag zu einem Heli-Gipfel im Landhaus.



Von Peter Nindler

Innsbruck – Die Schnapp- atmung greift um sich, wenn in Tirol über die zu große Hubschrauberdichte diskutiert wird. Bis zu zwölf Rettungshubschrauber sind es im Sommer, 16 im Winter. Zu viele Interessen mischen mit: Die privaten Hubschrauberbetreiber müssen fliegen, alles andere verursacht verlorene Kosten. Ambulante Privatkliniken freuen sich über privatversicherte Patienten, die Seilbahnunternehmer werben mit Sicherheit im Notfall und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) hält das Geld zusammen. Solange das Land nur 1,6 Mio. Euro für die Flugrettung ausgeben muss, kann die Luft ruhig dünner werden. Hauptsache, die Versicherungen zahlen. Dass die Prämien deshalb in Tirol höher sind, wird geflissentlich verschwiegen.

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