Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 24.08.2019


Bezirk Imst

Rodungen rund um Heliport regen auf

In Sölden ist der Alpin 2 (ÖAMTC) stationiert, in Hochgurgl der Martin 7 (Heli Tirol, Roy Knaus).

Rund 80 umgeschnittene Bäume für die neue Einflugschneise des Alpin 2 erregen die Aufmerksamkeit von Roy Knaus (Heli Tirol).

© Roy KnausRund 80 umgeschnittene Bäume für die neue Einflugschneise des Alpin 2 erregen die Aufmerksamkeit von Roy Knaus (Heli Tirol).



Sölden – Der „Luftkrieg“ der Tiroler Heli-Betreiber scheint nun auch den Boden zu erreichen: In Sölden ist der Alpin 2 (ÖAMTC) stationiert, in Hochgurgl der Martin 7 (Heli Tirol, Roy Knaus). Massive Schlägerungen rund um den Heliport des Alpin 2 riefen Roy Knaus auf den Plan: Er fragte via Plattform Facebook nach, ob es denn rechtens sei, wenn gut 80 Bäume, teils auch in einem geschützten Biotop, gefällt würden.

Tatsache ist, dass der Hubschrauber Alpin 2 eine entsprechende Einflugschneise brauchte – diese Arbeiten wurden diese Woche auch durchgeführt. „Ich sehe da keine Dramatik“, meint der Sölder Bürgermeister Ernst Schöpf. Er habe u. a. den Waldaufseher beauftragt zu schauen, was da möglich sei. Auch Bezirkshauptmann Raimund Waldner ließ sich nach Bekanntwerden des Verdachts illegaler Schlägerungen informieren. „Alles im grünen Bereich“, betont Waldner. Seitens des Grundeigentümers sei für die Flugschneise um eine Entnahme von 100 Festmetern angesucht worden – diese wurden auch genehmigt. „36 Festmeter wurden tatsächlich umgeschnitten“, sagt Waldner nach Rücksprache. Jene Äste und Wipfel, die dabei in das Biotop fielen, „müssen händisch wieder entfernt werden“, so der BH. (pascal)