Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 29.08.2019


Innsbruck

Wirtshaussterben: NEOS fordern Entlastung für Gastronomen

Dominik Oberhofer (NEOS) übt Kritik am Landeshauptmann.

© Thomas Boehm / TTDominik Oberhofer (NEOS) übt Kritik am Landeshauptmann.



Scharfe Kritik übten die NEOS gestern in Innsbruck an den Plänen von LH Günther Platter, der, wie berichtet, gegen das Wirts­haussterben mit einem Maßnahmenpaket vorgehen will. KO Dominik Oberhofer bemängelte, dass es für die Pläne des Landeshauptmanns „kein Konzept und nur schöne Fotos" gebe. Zudem würden die Ankündigungen Platters von Förderungen mit der Gießkanne „in die völlig falsche Richtung" gehen.

Oberhofer sagte in Richtung Platter: „Der Landeshauptmann könnte die Willkür bei Kontrollen der Betriebe ganz einfach unterbinden. Viele der Kontrollen werden durch die Bezirkshauptmannschaft gemacht. Hier gibt es in Tirol einen regelrechten Kontroll-Wahn." Ein weiteres Problem der Wirte sei die Personalsituation. Auch hier gelte es gezielter anzusetzen, als dies bisher der Fall war.

Eine „Entlastung der Betriebe" fordert Stefan Gleinser, selbst Gastronom und Landessprecher der Wirtschaftsorganisation der NEOS. Gleinser kritisierte vor allem die Tourismusabgabe, die auch er als Unternehmer zahlen müsse und die „mehrere tausend Euro" pro Jahr ausmache.

Es brauche zudem Strategien, wie man künftigen Gastronomen heutzutage einen leichteren Einstieg ins Gewerbe ermöglichen kann. „Die Zeiten haben sich geändert. Aber die Regeln sind dieselben geblieben."

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Die NEOS wollen im Oktober entsprechende Anträge rund um das Thema in den Landtag bringen und fordern von Platter zudem, dass er ein Konzept gegen das Wirtshaussterben auch vorlegt. (mw)