Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 30.08.2019


Innsbruck

Onay fordert erneut ganzjährige Notschlafstelle

Die Debatte über eine ganzjährige Notschlafstelle in Innsbruck flammt wieder auf.

© Vanessa Rachlé/ TTDie Debatte über eine ganzjährige Notschlafstelle in Innsbruck flammt wieder auf.



Das Thema ist nicht neu — die SPÖ machte im Frühjahr medial Druck. Zuletzt wurde es aber, wohl auch witterungsbedingt, ruhig in der Diskussion um eine ganzjährige Notschlafstelle in Innsbruck. GR Mesut Onay (ALI) holt das Thema jetzt wieder auf die Stadtpolitik-Bühne. Und er spart dabei nicht mit Kritik an den Grünen. „Jedes Frühjahr, wenn die Winternotschlafstellen schließen, werden aufs Neue gut 100 Menschen wieder auf die Straße gesetzt. Es ist schlichtweg eine Verhöhnung dieser Menschen, wenn man behauptet, sie würden in der warmen Jahreszeit gerne im Freien schlafen. Ohne Strom, ohne Sanitäranlagen und ohne ein Dach über dem Kopf, das vor Hitze, Regen und Hagel schützt", bemängelt Onay. „Georg Willi ist der Bürgermeister einer Verbotsstadt, in der das Schlafen im Freien in der Innenstadt nach wie vor mit hohen Strafen geahndet wird." Es scheine, als ob die grüne Sozialpolitik derzeit in einen massiven Interessenkonflikt verstrickt sei, sagt Onay über seine einstige politische Heimat. „Daher wurde trotz aller Lippenbekenntnisse noch immer keine ganzjährige Notschlafstellenlösung gefunden, obwohl es die entsprechenden positiven Anträge auf Stadt- und Landesebene schon lange gibt." (TT)

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