Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 03.09.2019


Politik in Kürze

LR Fischer will differenzierte Sicherheitsdebatte

Landesrätin Fischer (Grüne).

© Land Tirol /BergerLandesrätin Fischer (Grüne).



Ein am Wochenende in der Krone veröffentlichtes Papier zur Sicherheit in den Heimen der Flüchtlingsgesellschaft Tiroler Soziale Dienste sorgt für Debatten. In dem internen Papier ist von 609 Vorfällen von Jänner bis Juli 2019, 235 Vorfällen, die Einsätze von Blaulichtorganisationen erforderten, und 110 Wegweisungen die Rede. Die FPÖ kritisiert deshalb grobe Sicherheitsmängel. Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) fordert hingegen eine Differenzierung. „Mir ist Sicherheit wichtig, deshalb wurde auch dieses Thema behandelt." Man arbeite mit klaren Kennzahlen und Analysen, deshalb würde solche Berichte verfasst. „Allerdings ist dieser Rohbericht noch ein internes Papier, weil es unerklärt sehr leicht zu Missverständnissen kommen kann. Die Zahlen müssen differenziert betrachtet werden, denn da werden technische Mängel, wie ausgefallene Heizungen, Fehlalarme bei der Brandmeldeanlage, weil jemand zu lange heiß duscht, oder behördliche Zustellungen von Ladungen subsumiert." Die Wegweisungen würden andererseits bestätigen, dass das Sicherheitssystem funktioniert. „Aber wir müssen es laufend verbessern."

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

+++++++++++++++++++++++++++++++

Es war Ausdruck der Unzufriedenheit: Die SPÖ-Parteijugend (Sozialistische Jugend Tirol, Aktion Kritischer Schüler_innen und Verband Sozialistischer Student_innen) forderten gestern im Parteivorstand Georg Dornauer zum Rücktritt auf. Der Parteivorsitzende sorgte in den vergangenen Wochen stets für Aufregung, zuletzt mit einem Interview in der Rechtsaußen-Postille Info Direkt. Aber damit hatte es sich. Vier Wochen vor der Nationalratswahl will die SPÖ den parteiinternen Konflikt unter der Tuchent halten. Zumindest bis nach dem 29. September. (pn)