Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 05.09.2019


Bezirk Kufstein

NEOS gegen den Lkw-Terminalausbau in Wörgl



Die NEOS sprechen sich gegen einen Ausbau des Wörgler Lkw-Terminals für die rollende Landstraße (RoLA) aus. Wie die TT berichtete, gibt es große Bedenken in der Stadt Wörgl, was die Verkehrsabwicklung anbelangt. Auf der Zufahrtsstraße zum Gewerbegebiet — zugleich Nordumfahrung — und auf dem A12-Knoten Wörgl-West werden bereits jetzt die Kapazitätsgrenzen erreicht — die nun auf die Stadt zukommende Lkw-Lawine könnte noch mehr Probleme bereiten. Geplant wäre, künftig bis zu 380.000 Lkw in Wörgl auf die Waggons rollen zu lassen. 2018 waren es laut Verkehrsbericht des Landes Tirol 140.000 Lkw, die hier verladen und per Zug Richtung Brenner bzw. Trento transportiert wurden. Auch die ÖBB räumen ein, dass die Situation im Gewerbegebiet problematisch sei, ausgelöst durch die Groß-Tankstelle und illegal parkende Brummis.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

„Die derzeitigen noch vorhandenen Kapazitäten an der Verladestelle in Wörgl ausschöpfen, das muss das Ziel der ÖBB und der Politik sein", meint nun NEOS-LA Andreas Leitgeb in einer Presseaussendung. „Die für Tirol so wichtige Verlagerung von Hunderttausenden Lkw auf die Bahn kann nicht von Wörgl aus erfolgen, dazu braucht es Transportstrecken von mindestens 300 Kilometern. Erst dann wird die Brennerstrecke auf der Bahn attraktiv", meint Leitgeb. Die Verlagerung auf die Schiene sowie die Verminderung des Umwegverkehrs können nur „durch ein gemeinsames europäisches Bemühen umgesetzt werden. Dazu braucht es neben einer Korridormaut und der Abschaffung des Dieselprivilegs im Besonderen auch den Ausbau der Zulaufstrecken und Verladeterminals in Deutschland und Italien. Die Fahrt über den Brenner muss für Lkw auf der Straße teurer, das Angebot auf der Bahn attraktiver gemacht werden", schließt Leitgeb. (TT, wo)




Kommentieren


Schlagworte