Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 05.09.2019


Bezirk Kitzbühel

Projekt für Freizeitanlage in Westendorf soll ausgearbeitet werden

Der Gemeinderat in Westendorf hat sich für die Planung einer Freizeitanlage im Bereich „Innsbrucker Heim“ ausgesprochen.

Die neue Freizeitanlage soll auf einem Grundstück, das noch der Stadt Innsbruck gehört, errichtet werden.

© AngererDie neue Freizeitanlage soll auf einem Grundstück, das noch der Stadt Innsbruck gehört, errichtet werden.



Von Harald Angerer

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Westendorf – Kurz und schmerzlos – so verlief die Abstimmung über die Zukunft des Schwimmbades Westendorf am Dienstagabend. Der Gemeinderat war sich einig, man wolle ein neues Projekt ausarbeiten lassen. Nicht mehr am bestehenden Standort, sondern am Gelände des so genannten „Innsbrucker Heims“ nahe dem Golfplatz. Dies war der Vorschlag der Schwimmbadarbeitsgruppe.

„Die Gruppe hat sich viele Gedanken gemacht und wir hatten eine Projektbegleitung“, schildert Bürgermeisterin Annemarie Plieseis. Es gab drei Standorte zur Auswahl, mit einem Punktesystem hat man versucht, den aus der Sicht der ­Arbeitsgruppe besten herauszufinden. Als klarer Sieger ging hier der Standort beim „Innsbrucker Heim“ hervor. Erst am zweiten Platz lag der bestehende Standort.

Plieseis betonte auch, dass dies noch keine Entscheidung für ein konkretes Projekt sei, sondern nun die Ausarbeitung eines solchen in Angriff genommen werden soll. Zudem brauche es auch erst die Zusage der Stadt Innsbruck, ob man das Grundstück überhaupt vergeben will. Auf die Frage, ob nur ein Kauf vorstellbar sei oder auch eine Pacht, gab Plieseis keine klare Antwort.

Von Seiten Innsbrucks habe man bisher lediglich eine Vorgabe genannt, man wolle wissen, was auf dem insgesamt 10,8 Hektar großen Grundstück passieren soll. Man werde Innsbruck nun ein Angebot für das Grundstück vorlegen. Dieses soll sich nach einer Bewertung aus dem Jahr 2015 richten. Über eine konkrete Summe wollte im Gemeinderat niemand sprechen, zu hören ist aber von einem Preis zwischen 6 und 7 Mio. Euro.

Details zu dem Ergebnis der Schwimmbadarbeitsgruppe gab es für die zahlreichen Zuhörer allerdings nicht. Nur den Verweis auf die öffentliche Gemeindeversammlung am Dienstag, den 10. September, um 19 Uhr im Alpenrosensaal, hier würde dann auch der Bevölkerung das Ergebnis vorgestellt.

Den Gemeinderäten wurden diese bereits vorab in einer nicht öffentlichen Sitzung vorgestellt, dementsprechend wenig Wortmeldungen gab es dann auch. Einige der Zuhörer waren darüber etwas verwundert, wurde doch jahrelang über das Thema diskutiert. „Ich fühle mich getäuscht“, sagte eine Zuhörerin nach der Sitzung.

In der Sitzung wurde die Bürgermeisterin allerdings nicht müde zu betonen, dass man sich noch nicht für ein konkretes Projekt ausgesprochen habe. Die Kosten für die Projektausarbeitung sollen zwischen 100.000 und 200.000 Euro liegen. Daran werden sich auch die Bergbahn Westendorf und der Tourismusverband zu je einem Drittel beteiligen.




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