Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 06.09.2019


Bezirk Kufstein

Jugendgemeinderat: Kufsteiner Jugend wird an die Wahlurnen gerufen

Wahl des Jugendgemeinderates am 20. September. Gesucht werden bis zu sieben Vorsitzende. Jeder Kufsteiner Jugendliche kann mitmachen.

In Kufstein geht’s bereits am 20. September zu den Wahlurnen: Die Jugendlichen sind aufgerufen, die Vorsitzenden „ihres“ Gemeinderates zu wählen.

© iStockphotoIn Kufstein geht’s bereits am 20. September zu den Wahlurnen: Die Jugendlichen sind aufgerufen, die Vorsitzenden „ihres“ Gemeinderates zu wählen.



Kufstein – Premiere beim Jugendgemeinderat in Kufstein. Am Freitag, 20. September, werden die neuen Vorsitzenden des im Vorjahr gegründeten Gremiums gewählt. Aufgerufen sind alle Kufsteiner von 12 bis 19 Jahren, bei der Wahl oder im Gremium mitzumachen. „Wir haben auch bereits Kooperationen mit Schulen, die für diesen Tag eine Schulfreistellung ermöglichen“, berichtet Harald Stoi­ber, Leiter des Bereichs Kinder und Jugend im Kufsteiner Rathaus. Beginn ist um 10 Uhr im Saal der Landesmusikschule, das Ende ist auf 16 Uhr angesetzt.

Fünf bis sieben Kandidaten für den Vorstand werden gesucht, wie Stoiber erklärt. Wer aktiv mitmachen will, kann sich bei der Veranstaltung direkt aufstellen lassen. „Aber man kann auch nur passiv an der Wahl teilnehmen und trotzdem danach in Arbeitsgruppen mitmachen“, erklärt Stoiber. Die Kandidaten werden sich in Hearings vorstellen, bevor gegen 13 Uhr die Wahl durchgeführt wird.

Danach geht’s sofort in die Arbeitskreise, in denen das Programm des neu gewählten Gremiums erarbeitet wird. „Es wäre schade, wenn man nach der Wahl einfach auseinanderginge“, meint Stoiber. Was die Beteiligung anbelangt, zeigt man sich bescheiden: Mit 50 Jugendlichen wird gerechnet. Der Gemeinderat bleibt ein Jahr im Amt.

Das Wahl-Wochenende steht auch am Samstag im Zeichen der Demokratie: Am Samstag findet von 13.30 bis 17.30 Uhr in der Landesmusikschule Kufstein ein Workshop vom Verein Sapere Aude zum Thema „Nationalratswahl – Jugendpolitik – Partizipation“ statt. Der Verein arbeitet mit den Jugendlichen politische Themen durch und macht diese fit für die Wahl. Das Angebot richte sich gezielt an Erstwähler und Erstwählerinnen, die Ende September bei der Nationalratswahl erstmals auf dem Wahlzettel ein Kreuzerl machen dürfen.

Außerdem findet am Abend desselben Tages um 19 Uhr noch die Podiumsdiskussion „Jugendpolitik“ im Kultur Quartier statt. „Am Podium sind die Wahlkreisspitzenkandidaten aller relevanten wahlwerbenden Parteien. Alle haben bereits ihr Kommen zugesagt“, erklärt Stoiber.

Die Podiumsdiskussion richte sich zwar „explizit an Jugendliche, besuchen können die Veranstaltung aber alle Politikinteressierten. Nähere Informationen können im Jugendbüro erfragt werden“, erklärt Stoiber.

Erfreut über die Initiativen zeigt sich Jugendreferentin und Gemeinderätin Susanne Thaler, die dazu meint: „Ich finde es toll, dass der Jugendgemeinderat politische Bildung in die Mitte der jugendlichen Interessen rückt, und unterstütze daher sehr gerne das Engagement.“ (wo, TT)