Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 11.09.2019


Wahl 2019

Ziel der SPÖ in Innsbruck-Land und Schwaz heißt wieder Grundmandat

Im Regionalwahlkreis Innsbruck-Land/Schwaz geben sich die Sozialdemokraten optimistisch. Spitzenkandidat ist der AK-Kammerrat Bernhard Höfler aus Tulfes.

Gehen mit Zuversicht in die letzten Wahlkampfwochen: v. l. Marco Neher (Platz 3), Landesparteivorsitzender Georg Dornauer, Eva Beihammer (Platz 2) und der Spitzenkandidat im Wahlkreis Innsbruck-Land/Schwaz, Bernhard Höfler.

© DomanigGehen mit Zuversicht in die letzten Wahlkampfwochen: v. l. Marco Neher (Platz 3), Landesparteivorsitzender Georg Dornauer, Eva Beihammer (Platz 2) und der Spitzenkandidat im Wahlkreis Innsbruck-Land/Schwaz, Bernhard Höfler.



Innsbruck-Land, Schwaz – „Wir wollen das Grundmandat im größten Regionalwahlkreis Innsbruck-Land/Schwaz verteidigen und, zusammen mit den ersten beiden Kandidaten der Landesliste, auch künftig wieder drei Tiroler SPÖ-Nationalräte stellen.“ Dieses klare Ziel gab SPÖ-Landesparteivorsitzender Georg Dornauer gestern aus. 2017 hatte die SPÖ mit 31.000 Stimmen im Wahlkreis das Grundmandat deutlich abgesichert. Und Dornauer gibt sich auch diesmal optimistisch: Gerade im Bezirk Innsbruck-Land, wo man 2017 23.000 Stimmen schaffte, habe die SPÖ „zuletzt nie eine Wahl verloren“.

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Spitzenkandidat im Wahlkreis ist der 32-jährige Bernhard Höfler aus Tulfes. Der AK-Kammervorstand und Gewerkschafter setzt vor allem auf Arbeitsmarktthemen: Der Raum Innsbruck-Land/Schwaz mit seinen vielen innovativen Unternehmen solle zur „Digitalisierungsregion“ werden, hier habe die Politik bei den Rahmenbedingungen zuletzt kaum Akzente gesetzt. Weitere Forderungen Höflers: „Jeder Mensch soll einmal in seinem Leben eine Ausbildung bezahlt bekommen“ (Bildungsscheck). Der Rechtsanspruch auf eine 4-Tage-Woche solle in allen Kollektivverträgen verankert werden, die Mitarbeiter selbstständig entscheiden. Zudem trete er für einen steuerfreien Mindestlohn von 1700 bzw. 1900 Euro ein. Und: „45 Beitragsjahre sollen in allen Berufen genug sein, um ohne Abschläge in Pension gehen zu können.“

Kostenlose Kindergärten und ein staatlich garantierter Pflegefonds zählen zu den Anliegen der Zweitplatzierten, der Schwazer Gemeinderätin Eva Beihammer. Unternehmer Marco Neher (Platz 3) will sich u. a. für einen Rechtsanspruch auf Home-Office, eine Energiewende „ohne Zeigefingerpolitik“ und den Kampf gegen steigende Wohn- und Mietkosten einsetzen.

Dornauer, der selbst auf Platz zwölf der Liste antritt, spricht sich klar für eine Regierungsbeteiligung der SPÖ aus, das habe „der Republik immer gutgetan“. Die „Ernte“ von Sebastian Kurz nach 17 Monaten Türkis-Blau seien hingegen „Skandale, Postenschacher, Chaos“. Die NEOS stünden für eine „neoliberale Wende“, die Grünen seien – das zeige Tirol – „nicht für Regierungsverantwortung geeignet“. Er hoffe, dass „die vernünftigen Kräfte in der ÖVP siegen“. In eine Regierung „schwindeln“ wolle man sich aber nicht. (md)




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