Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 11.09.2019


Bezirk Imst

Kanalsanierung: Halb Tarrenz wird umgegraben

BM Rudolf Köll (M.) zeigt sich mit den Fortschritten bei den Kanalarbeiten zufrieden.

© JaritzBM Rudolf Köll (M.) zeigt sich mit den Fortschritten bei den Kanalarbeiten zufrieden.



Schon das ganze Jahr über muss in Tarrenz immer wieder mit Behinderungen im Straßenverkehr gerechnet werden. Der Grund dafür sind Bauarbeiten: Die Kommune ist gezwungen, die zum Teil 60 Jahre alte Kanalisation zu erneuern. Schon im Vorjahr wurde mit einem ersten Abschnitt begonnen.

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Die erste Kanalisation in Tarrenz hatte 1959 die Brauerei Starkenberg errichtet. Wobei damals der Salvesenbach die Abwässer aufnehmen musste. Erst Ende der 1980er-Jahre konnte das Netz an die Verbandskläranlage Imst angeschlossen werden.

Das nun anstehende Gesamtprojekt hatte eine Vorlaufzeit von drei Jahren. Diesen Zeitrahmen brauchte man, um eine Bestandsaufnahme der bestehenden Kanalisation vorzunehmen. Auch mit einer Kamera wurden die Rohrleitungen befahren. Schlussendlich budgetierte man das Vorhaben mit vier Millionen Euro.

Im Vorjahr wurde mit den Grabungsarbeiten begonnen: Die Kanalisation musste teilweise gänzlich erneuert werden, da die vorhandenen Rohrdimensionen nicht mehr ausreichten. Im Zuge der Grabungsarbeiten wurde auch die weitere Infrastruktur auf den neuesten Stand gebracht.

So wurden u. a. eine Gasleitung, Breitband-Internet, teilweise die Wasserleitungen und Kabel für eine neue Straßenbeleuchtung in die Erde verlegt. Außerdem konnte erreicht werden, dass die Tiwag die Stromabnehmer auf den Dächern durch eine Erdverkabelung ersetzt.

BM Rudolf Köll erklärt: „Die Schwierigkeit besteht in der Aufrechterhaltung von Trinkwasserversorgung und Kanalisation während der Arbeiten. Für ihr Verständnis muss der Bevölkerung gedankt werden. Wichtig ist auch für den Gemeinderat, dass das ganze Bauvorhaben ohne erweiterte Gebühren abgewickelt werden kann."

Zweimal wurde die Hauptstraße, einmal Höhe Autohaus Krismer und ein zweites Mal Höhe Kappenzipfl, gequert. „Das hat man in Nachtarbeit erledigt", weiß Köll, der noch vor dem Winter die abschließenden Asphaltierungsarbeiten über die Bühne bringen will. (peja)




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