Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 12.09.2019


Landespolitik

Pflege wird weiter ausgebaut

Der „Strukturplan Pflege“ des Landes wurde nun für den Bezirk Kitzbühel evaluiert und für die Jahre bis 2022 angepasst.

Josef Kahn, BH Michael Berger, LR Bernhard Tilg, Katrin Berger (Land Tirol), Stefan Jöchl (PV Leukental) und Leonhard Niedermoser (PV Pillerseetal, v. l.) bei der Präsentation.

© Harald AngererJosef Kahn, BH Michael Berger, LR Bernhard Tilg, Katrin Berger (Land Tirol), Stefan Jöchl (PV Leukental) und Leonhard Niedermoser (PV Pillerseetal, v. l.) bei der Präsentation.



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Es ist eines der ganz großen Zukunftsthemen: die Pflege der älteren Menschen. Das Land Tirol hat bereits im Jahr 2012 den so genannten „Strukturplan Pflege“ ausgearbeitet, um für die Herausforderungen gerüstet zu sein. Dieser Plan wurde nun für alle Bezirke im Land evaluiert, und die Ergebnisse sind in den Prozess bis 2022 eingearbeitet worden.

Gestern hat Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg die Anpassung für den Bezirk Kitzbühel im Rahmen einer Pressekonferenz mit Vertretern der Planungsverbände (PV) Brixental-Wildschönau, Leukental und Pillerseetal präsentiert. „Der Bezirk Kitzbühel ist sehr gut aufgestellt, es ist viel passiert in den vergangenen Jahren“, sagt Tilg. Die Evaluierung habe aber einige Verbesserungen zu Tage gebracht. So sollen die Tagespflege, das betreute Wohnen und die mobile Pflege weiter ausgebaut werden. Zudem wird eine Idee aus dem Bezirk nun in ganz Tirol umgesetzt. Der Pflegeverband Brixental-Wildschönau hat vor einigen Jahren das Case & Care Management eingeführt, umgangssprachlich als „Kümmerer“ bezeichnet. Er ist die Anlaufstelle für Angehörige und Betroffene und hilft bei Pflegefragen. „Das Brixental ist hier ein Pionier und wir nutzen nun die Erfahrungen im ganzen Land“, sagt LR Tilg. Im Bezirk Landeck wurde bereits ein Pilotprojekt gestartet, als Nächstes folgte der Bezirk Kufstein.

Derzeit gibt es im Bezirk Kitzbühel 597 Langzeitpflegebetten, diese sollen auf 615 aufgestockt werden, jene für Kurzzeitpflege von 10 auf 19, gemeinsam mit dem Bezirk Kitzbühel wird es bis 2022 24 Betten für die Schwerpunktpflege geben, und die Mobilen Dienste werden von 111.154 Stunden auf 137.887 aufgestockt. Die zusätzlichen Betten entfallen vor allem auf die beiden in Bau befindlichen Sozialzentren in Hopfgarten und Kössen. „Im Bezirk muss nicht jeder alles haben. Die Verteilung ist sehr gut geregelt“, sagt dazu PV-Brixental-Wildschönau-Obmann Josef Kahn.




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