Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 12.09.2019


Bezirk Reutte

NEOS: „CO2-Abgabe würde Plansee Vorteil bringen“

NEOS-Treffen bei der Firma SMR in Pflach (v. l.): Heinz Kotz, Irmgard Griss, Johannes Margreiter und Markus Moll.

© Mittermayr HelmutNEOS-Treffen bei der Firma SMR in Pflach (v. l.): Heinz Kotz, Irmgard Griss, Johannes Margreiter und Markus Moll.



Eine Größe der Bundespräsidentenwahl 2016 hat es im Zuge des Nationalratswahlkampfes ins Außerfern „verschlagen". Irmgard Griss erklärte im Innovationszentrum Pflach in den Räumlichkeiten der Firma SMR ihre Sicht von „Anstand in der Politik". Der Tiroler Kandidat Johannes Margreiter und NEOS-Unterstützer Markus Moll nahmen zu lokalen Themen Stellung.

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Die ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofes und bald ausscheidende NEOS-Nationalrätin Griss erklärte, dass es in der Politik Verantwortung und daraus resultierend Konsequenzen und Sanktionen für das Tun geben müsse. In der Wirtschaft würden Verantwortliche für ihr Tun ja auch haften. Griss wünscht sich, dass all jene der Politik fernbleiben, denen die Grundregeln des Anstands als innerer Kompass fehlen. Der Haller Jurist und NEOS-Nationalratskandidat Johannes Margreiter warnte davor, Politik als Show wie „Dancing Stars" und den Wahltag als belangloses Voting zu verstehen. „Die Wahl ist einer der wichtigsten Tage im Leben eines jeden Bürgers." NEOS stehe mit beiden Beinen in der Realität — deshalb sei im Außerfern in Sachen Verkehr nur ein großer Tunnel von Bichlbach nach Nassereith und dann gleich weiter durch den Tschirgant sinnvoll.

Der Außerferner Stahlindustrie-Marktforscher Markus Moll führte aus, wie eine aus Umweltschutzüberlegungen europaweit einzuführende neue CO2-Steuer bei Entlastung in anderen Bereichen heimischen Industrien wie Plansee helfen würde. Die Chinesen als Hauptkonkurrent könnten mit „Importrestriktionen und saftigen Zöllen belegt werden, wenn sie mit ihren Produkten Umweltstandards nicht erfüllen. Was sie meist nicht tun." Moll wusste, dass schon elf europäische Staaten eine CO2-Steuer eingeführt haben. Österreich importiere jährlich Öl um neun Milliarden Euro. „Im Land könnte Energie selbst sauber produziert werden, ohne anderswo Wolkenkratzer und Terrorismus zu finanzieren." (hm)




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