Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 26.09.2019


Bezirk Kitzbühel

Sanierung des Museums Kitzbühel wird teurer

Nach Kostenüberschreitungen ist nun noch ein Problem mit dem Dachstuhl aufgetaucht. Die Opposition will Klarheit über die Kosten.

Im Museum Kitzbühel wird derzeit fleißig gebaut, der Teil Hinterstadt 34 muss saniert werden. Die Gesamtkosten sollen bei 1,5 Mio. Euro liegen. Es könnte aber auch mehr werden.

© Harald AngererIm Museum Kitzbühel wird derzeit fleißig gebaut, der Teil Hinterstadt 34 muss saniert werden. Die Gesamtkosten sollen bei 1,5 Mio. Euro liegen. Es könnte aber auch mehr werden.



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Es gehört zu den kulturellen Aushängeschildern der Stadt und ist nicht nur wegen seiner Walde-Sammlung auch außerhalb des Bezirks bekannt. Das Museum Kitzbühel freut sich über ein hohes Ansehen und seit einiger Zeit auch über mehr Platz. Durch das Übersiedeln der Bezirkshauptmannschaft in das Marienheim kann sich das Museum auch im Haus Hinterstadt 34 ausdehnen. Doch dazu ist eine Sanierung notwendig, die schon seit dem Vorjahr läuft.

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung galt es nun eine bereits im Budget vorgesehene Darlehensaufnahme in der Höhe von 750.000 Euro abzusegnen. Dabei informierte Bürgermeister Klaus Winkler (VP) die Mandatare über eine unliebsame Überraschung. Bei den Bauarbeiten kam nun zum Vorschein, dass der Dachstuhl teilweise morsch ist und dringende Maßnahmen notwendig sind.

Damit werden sich die Kosten für die Sanierung erhöhen. Bereits bei den Baumaßnahmen im Vorjahr kam es zu einer Kostenüberschreitung, aus den geplanten 200.000 Euro wurden 260.000 Euro. „Was ist seither mehr angefallen?“, wollte deshalb GR Manfred Filzer (UK) von Winkler wissen. Der Bürgermeister erklärte dazu, dass dieses Darlehen bereits im Budget 2019 vorgesehen ist. Heuer habe es aber noch keine Überschreitungen gegeben. Damit war Filzer allerdings nicht zufrieden, er wollte wissen, wie es mit den Kosten im Gesamten aktuell aussieht. „Das wird die Endabrechnung zeigen“, antwortete Winkler.

Das stellte auch FP-GR Bernhard Schwendtner nicht zufrieden. „Was ist von der Lawine aus dem Vorjahr übrig? Wir waren da 30 Prozent drüber und uns wird gesagt, dass damit auch Arbeiten gedeckt wurden, die erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen waren“, sagt Schwendtner. Hier stellte Winkler lediglich klar, dass mit dem Darlehen in der Höhe von 750.000 keine Überschreitungen gedeckt werden sollen.

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Gegenüber der Tiroler Tageszeitung spricht Winkler davon, dass im Jahr 2019 „keine erheblichen Mehrkosten dazukommen“. In Bezug auf das Gesamtprojekt würden die 60.000 Euro Überschreitung aber bestehen bleiben. Noch nicht abschätzen könne man zudem die Mehrkosten durch den morschen Dachstuhl. „Das Problem ist erst jetzt entdeckt worden, da die Decke geöffnet wurde“, schildert Winkler. Eine Kostenschätzung sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Es brauche dazu erst einen Spezialstatiker und auch das Bundesdenkmalamt müsse mit eingebunden werden. Erst dann können die zusätzlichen Kosten seriös bestimmt werden.