Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 28.09.2019


Bezirk Schwaz

Visionen vom Schlosspark in Fügen nehmen Gestalt an

Der Fügener Gemeinderat stimmte am Mittwoch über die Platzbelaggestaltung und die mobile Überdachung am Areal ab.

So wie auf dem Foto soll der Belag des Schlossparks aussehen.

© AutarcSo wie auf dem Foto soll der Belag des Schlossparks aussehen.



Von Angela Dähling

Hier sieht man die geplante Überdachung als Luftaufnahme.
Hier sieht man die geplante Überdachung als Luftaufnahme.
- Autarc

Fügen — Wie soll der 2200 m² große Park vor dem Schloss Fügen künftig im Detail aussehen? Damit beschäftigte sich der Fügener Gemeinderat am Mittwochabend zwei Stunden lang. Konkret ging es um die mobile Überdachung für Veranstaltungen und darum, welche Alternative es zum Platzbelag aus Creativbeton gibt.

Der beauftragte Architekt Armin Autengruber aus Jenbach veranschaulichte in puncto Belag drei Verlegungsarten und plädierte für Naturstein (Granit), verlegt wie beim Platz vor dem Stephansdom in Wien im römischen Verband (unterschiedliche Plattengröße, unregelmäßig verlegt). Als mobile Überdachungskonstruktion wurde mit der Münchener Firma Velabran eine Membran-Stahlträger-Konstruktion präsentiert.

Bis zu 350 Sitzplätze bzw. 600 Bierbankplätze hätten unter der knapp 400 m² großen Überdachung Platz. Sie soll von März bis Oktober im Schlosspark aufgestellt sein. Eine maßgleiche soll indes zusätzlich nur bei Bedarf hinzukommen (um den Blick auf das Schloss nicht permanent zu verstellen) — so der bisherige Plan. Obwohl Velabran-GF Werner Fröhlich Fragen nach Haftung, Gewährleistung, Lebensdauer, Garantie, Folgekosten etc. ausreichend beantworten konnte, hatten einige Mandatare Bedenken, ob ein zu häufiger An- und Abbau dem Material nicht doch zusetze. Und ob es überhaupt gleich zwei Überdachungen brauche. Zumal pro Aufbau Kosten von 2000 bis 3000 Euro anfallen dürften und bei Schlechtwetter ohnehin weniger Veranstaltungsbesucher zu erwarten seien. Letztlich wurde einstimmig beschlossen, den Planungsauftrag für zwei mobile Überdachungen zu vergeben, jedoch vorerst nur für eine davon den Fertigungsauftrag.

Mit der Enthaltung von GR Alois Huber, der Gneisplatten favorisierte, beschloss der Gemeinderat zudem, den Platz mit Granitplatten im römischen Verband zu belegen und dafür Mehrkosten in Höhe von ca. 120.000 Euro im Vergleich zu Creativbeton in Kauf zu nehmen. Die Kosten für die mobile Überdachung belaufen sich pro Stück auf zirka 125.000 Euro. „Insgesamt sollten wir mit 5,5 Millionen Euro netto für das komplette Projekt auskommen", meinte Bürgermeister Dominik Mainusch mit Blick auf Kostenaufstellungen.