Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 06.10.2019


Politik am Sonntag

Abwerzger: Abgewiesene Verfahren neu aufrollen



Seit dem 1. Oktober ist Ungarn mit einem Generalkonsulat in Innsbruck vertreten. In Tirol leben rund 6000 ungarische Staatsbürger. Die Vertretungsbehörde am Grabenweg 71 wird von Generalkonsul József Beke geleitet und ist derzeit die einzige berufsdiplomatische Vertretung in Tirol. „Für unsere Landsleute bedeutet dies eine wesentliche Erleichterung", erklärt Beke, „da sie nun von der Geburtsurkunde über den Reisepass bis zur Pensionsbestätigung alle Behördenwege in Innsbruck erledigen können und nicht extra in die Botschaft nach Wien oder in die Heimat fahren müssen."

Das Generalkonsulat ist in der Anfangsphase mit vier Mitarbeitern besetzt, im Endausbau sollen dann zehn Mitarbeiter für die Anliegen der Ungarn tätig sein. Weiterhin bestehen bleibt daneben das ungarische Honorarkonsulat mit Honorarkonsul Christian J. Winder.

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Für den FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger braucht sich die schwarz-grüne Landesregierung wegen des jüngsten Beschlusses (dass Schadenersatzansprüche in Missbrauchsfällen nicht verjähren) nicht im Eigenlob sonnen. „Fakt ist, dass die schwarz-grüne Koalition die Forderung der Oppositionsparteien FPÖ, SPÖ und Liste Fritz jahrelang ignoriert hat." Nur deren Hartnäckigkeit habe dazu geführt, dass die Regierungskoalition nun umgedacht hat. Abwerzger fordert, dass die bisher abgewiesenen Gerichtsverfahren ebenso neu bewertet werden sollen. (TT)

József Beke, Generalkonsul von Ungarn.
József Beke, Generalkonsul von Ungarn.
- Ungarisches Generalkonsulat

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