Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 08.10.2019


Osttirol

515.000 Euro für Notarztmodell im Osttiroler Iseltal

Für die Unterstützung des Notarzt- systems im Osttiroler Iseltal erhält die Rettungsdienstgesellschaft 515.000 Euro vom Land Tirol.

Dank der Finanzspritze des Landes ist die notfallmedizinische Versorgung des Iseltals vorerst gesichert.

© BlassnigDank der Finanzspritze des Landes ist die notfallmedizinische Versorgung des Iseltals vorerst gesichert.



Matrei i. Osttirol – Nach heftigen Kontroversen wurde die Notarztversorgung im Osttiroler Iseltal im Juli des heurigen Jahres neu aufgestellt. Der Matreier Bürgermeister und Krankenhausverbands- obmann Andreas Köll sowie der Flugunternehmer Roy Knaus führten dabei Regie. Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (VP) befürwortet das boden- und luftgebundene Notarztmodell. Ab 15. Oktober macht Roy Knaus allerdings bis zur Wintersaison Pause und auch in der kommenden Sommersaison hebt Knaus nicht mehr ab. Die anderen Helibetreiber, vor allem der ÖAMTC, sollen deshalb einspringen.

Nicht nur hinter der Finanzierung stand ein Fragezeichen, sondern auch, wie damit ein stabiles Notarztsystem gewährleistet werden kann. Deshalb wird die Federführung der Rettungsdienstgesellschaft des Roten Kreuzes übertragen und zugleich das Pilotprojekt „einer mobilen Notfalleinheit in Matrei in Osttirol“ gestartet. Dieses soll die bodengebundene Rettung in diesem Bereich erweitern. Darüber hinaus, so heißt es im Beschluss der Landesregierung, eröffne dies ein weites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten, das im Endausbau eine deutliche Versorgungsverbesserung der Bevölkerung zur Folge haben werde.

Eigentlich hätte die Landesregierung bereits in der Vorwoche damit befasst werden sollen, doch ursprünglich gab es den Wunsch aus Matrei, einen Gemeindesanitäter zu finanzieren. Dagegen formierte sich allerdings massiver Widerstand. Dennoch: Für das „Pilotprojekt zur Ergänzung der notfallmedizinischen Erstversorgung im Bereich Matrei i. Osttirol und Virgental“ fließt jetzt Geld vom Land. Schließlich soll es laut LR Bernhard Tilg in das bodengebundene Rettungssystem eingegliedert werden. Bis Mitte 2020 lässt sich das Land die mobile Notfalleinheit bis zu 515.000 Euro kosten, sie wird 24 Stunden im Einsatz sein.

Über die Schiene der Notfall­einheit will Tilg den Kritikern des neuen Notarztmodells wohl den Wind aus den Segeln nehmen. Obwohl eine Weiter­führung erst nächstes Jahr „auf Basis einer Evaluierung“ beurteil­t wird, dürfte sie fix sein . (pn)

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