Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.10.2019


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Bahntrasse Unterland: Mandatare blieben lieber unter sich

Der Gemeinderat Langkampfen beschloss seine Forderungen an die Planer der neuen Bahntrasse durchs Unterland. Dabei wurde die Öffentlichkeit vor die Türe geschickt, was die Bürgerinitiative heftig kritisiert.

Die Gleise müssen in den Tunnel – das ist auch die Forderung der Langkampfner für den Weiterbau der Unterinntalbahntrasse.

© ÖBBDie Gleise müssen in den Tunnel – das ist auch die Forderung der Langkampfner für den Weiterbau der Unterinntalbahntrasse.



Von Wolfgang Otter

Langkampfen – Enttäuscht verließen am Dienstag am späten Abend Mitglieder der Langkampfner Bürgerinitiative (BI) „Kampf dem Lärm“ den Gemeinderatssitzungssaal. Sie waren nicht die Einzigen, die vom weiteren Sitzungsverlauf ausgeschlossen wurden. Zuvor hatten nämlich die Mandatare einstimmig beschlossen, den Punkt über die Verhandlungsposition der Gemeinde gegenüber den ÖBB beim Eisenbahnprojekt „Schaftenau-Knoten Radfeld“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszuhandeln. Gesetzlich, so die BI-Mitglieder, sei es das Recht des Bürgermeisters, aber demokratiepolitisc­h sei die Vorgangsweise für sie äußerst bedenklich. Das Jahrhundertbauwerk des dritten und vierten Gleises als Zulaufstrecke für den Brennerbasistunnel beschäftigt Politik und Bürger schon seit Jahren. Die Langkampfner haben Angst, künftig mit mehr Lärm durch die teils offene Bahnstrecke leben zu müssen. Und auch Bürgermeister Ehrenstrasser erklärt unumwunden, „dass wir mit dem zum UVP-Verfahren eingereichten Plan nicht einverstanden sind“.

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