Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 18.10.2019


Bezirk Imst

Sicherheit in der Pflege bis 2022 im Bezirk Imst

Das Land hat seinen Strukturplan zur Pflege in Tirol genau unter die Lupe genommen und wird weitere Schritte, auch im Bezirk, setzen.

LR Bernhard Tilg (Mitte) und die für die Umsetzung des „Pflege 2030“-Konzepts Verantwortlichen präsentierten die Evaluierung.

© ParthLR Bernhard Tilg (Mitte) und die für die Umsetzung des „Pflege 2030“-Konzepts Verantwortlichen präsentierten die Evaluierung.



Von Thomas Parth

Imst — „Im Bezirk Imst ist die Pflegesicherheit gegeben", so die Grundaussage von Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg, doch müsse man weitere Ausbaumaßnahmen treffen, um diese Sicherheit bis 2022 aufrechtzuerhalten. „Die heutige Sitzung der Pflegeverbände des Bezirkes Imst hat aufgezeigt, dass das Pitztal vier zusätzliche Betten in der Tagespflege benötigt. Die anderen Verbände lassen das Pitztal nicht hängen und Ötztal sowie Gurgltal können sich vorstellen, auf je zwei Betten zu verzichten, wie es aussieht", gewährt BH Raimung Waldner Einblicke in die jüngste Verbandssitzung.

Die Tagespflege werde bezirksweit sehr gut angenommen. Hier nimmt das Land Tirol weitere Investitionen in Kauf und stockt von derzeit 28 auf 60 Plätze auf. Beim „betreuten Wohnen" herrscht ebenfalls ein Run auf freie Plätze, weshalb man von 21 auf 74 Plätze aufstocken wird.

„Uns war von politischer Seite her wichtig, die Themen Gesundheit und Pflege so eng wie nur möglich zu verzahnen, um keine Reibungsverluste zu erzeugen", bestätigt LR Tilg. So kämen im Alter gesundheitliche Probleme wie Demenz oder Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen oft gleichzeitig zum Tragen. „Der Bezirk Imst wird ab 2021 ein Care-Management bekommen. Langjährige Fachleute, System-Insider, helfen pflegenden Angehörigen, die Versorgungskette sicherzustellen. Speziell die Pflege während der Nachtzeiten geht bei den Leuten an die Substanz, das wissen wir", zeigt Tilg auf. „Hinzu kommt noch die Personalfrage, dazu startet demnächst eine Imagekampagne. Sie sehen, wir haben viel zu tun", schließt Tilg.

BM Stefan Weirather vom Planungsverband Imst-Gurgltal fordert etwa vom Bund ein, sich mehr in der Abgeltung für pflegende Angehörige zu engagieren. „Das Großthema, dem sich der Bund stellen wird müssen, ist die Pflegefinanzierung, Stichwort: Pflegeversicherung", weiß Bernhard Tilg zu berichten.

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