Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 24.10.2019


Bezirk Kitzbühel

Versorgung in Kirchberg verbessert

Das Rote Kreuz, Ortsstelle Kirchberg, hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Tourismusverband Kitzbüheler Alpen — Brixental die Aktion „Sicheres Kirchberg“ ins Leben gerufen.

Große Freude herrschte bei der Übergabe des neuen Defi von Gemeinde und TVB ans Rote Kreuz im Musikpavillon in Kirchberg.

© Harald AngererGroße Freude herrschte bei der Übergabe des neuen Defi von Gemeinde und TVB ans Rote Kreuz im Musikpavillon in Kirchberg.



Von Harald Angerer

Kirchberg i. T. – „Wenn es zu einem Notfall kommt, zählt jede Sekunde“, sagt Gerhard Pfeifer, seines Zeichens Ortsstellenleiter der Rotkreuz-Ortsstelle Kirchberg. Er und seine Kameraden können sich nun über einen neuen Defibrillator direkt am Kirchberger Dorfplatz freuen. Das Rote Kreuz hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Tourismusverband Kitzbüheler Alpen – Brixental die Aktion „Sicheres Kirchberg“ ins Leben gerufen.

Ein Teil dieser Aktion ist es, in jedem Ortsteil einen Defi aufzustellen. „Wir haben inzwischen sieben öffentliche Defis, damit sind wir Vorreiter“, ist Bürgermeister Helmut Berger erfreut. Wenn es nach Pfeifer geht, könnten es aber noch drei mehr werden, dann wäre Kirchberg wirklich flächendeckend versorgt. Diese Defis sind immer so angebracht, dass sie von jedem genützt werden können. „Auch wenn wir sie so offen aufgehängt haben, hatten wir noch nie einen Vandalenakt. Es freut mich, dass hier offensichtlich Verständnis für die Wichtigkeit der Geräte herrscht“, sagt der Bürgermeister weiter und Pfeifer betont, dass sich die Geräte bereits bewährt hätten. In der Aschau habe es schon eine Lebensrettung mit einem der Geräte gegeben.

Ein weiterer Teil der Aktion „Sicheres Kirchberg“ sind die so genannten First Responder. Das sind Mitarbeiter aus dem Rettungsdienst, die ehrenamtlich auch außerhalb ihrer Dienstzeit parallel zum Rettungsdienst alarmiert werden. In Kirchberg ist die Ortsstelle nur noch in den Wintermonaten mit einem fix besetzten Rettungswagen besetzt. „Im Winter befinden sich 5000 Einheimische und 13.000 Gäste im Ort“, sagt Pfeifer. In den restlichen drei Jahreszeiten galt es aber kreativ zu sein. Hier hätten sich die First Responder hervorragend bewährt. „Für uns ist es wichtig, dass die Versorgung der Einheimischen und Gäste das ganze Jahr über gewährleistet ist“, sagt TVB-Brixental-GF Christoph Stöckl und bedankt sich wie Bürgermeister Berger bei den Rotkreuz-Mitarbeitern und Mitgliedern für ihren Einsatz.