Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.11.2019


Bezirk Schwaz

Bei Vomper Kinderbetreuung herrscht akute Platznot

Der Bauausschuss in Vomp hat alle Hände voll zu tun. Egal ob Kindergarten, -krippe oder Hort: Es braucht mehr Platz für die Kinder.

Die neue Sporthalle soll sich laut den Plänen des Architekten Hanno Vogl-Fernheim ins Gelände gut einpassen.

© Gemeinde VompDie neue Sporthalle soll sich laut den Plänen des Architekten Hanno Vogl-Fernheim ins Gelände gut einpassen.



Von Eva-Maria Fankhauser

Vomp — In Vomp brennt der Hut. Die Kinderbetreuungseinrichtungen platzen aus allen Nähten. BM Karl-Josef Schubert spricht von akutem Platzmangel. „Daran müssen wir jetzt mit Hochdruck arbeiten", sagte der Ortschef in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

„Das müssen wir früher schaffen", sagt BM Schubert. Gleich drei Projekte stehen für die Vomper Kinder in den Startlöchern. Doch es kann nicht schnell genug gehen, denn langsam weiß die Gemeinde nicht mehr, wohin mit den Kleinen. Für die Kinderkrippe bzw. den Schülerhort wurde schon beim Neubau 2009 ein Erweiterungskonzept erstellt. Das soll nun umgesetzt werden. Laut VBM Klaus Mair werden die beiden derzeitigen Hort-Gruppenräume in Kinderkrippen-Gruppenräume umfunktioniert. Außerdem soll ein neuer Bewegungsraum für die drei Kinderkrippengruppen und zwei zusätzliche Räume für den Hort geschaffen werden. Der Zubau komme auf 998.400 Euro. „Wir müssen das Projekt jetzt auf Schiene bringen, sonst haben wir nächstes Jahr echt ein Problem", betonte Mair. Über den Winter wolle er die Detailplanung abschließen und im Juli mit dem Bau starten.

Auch Multifunktionsräume und ein Empfangsbereich sollen außerhalb der Turnstunden genutzt werden.
Auch Multifunktionsräume und ein Empfangsbereich sollen außerhalb der Turnstunden genutzt werden.
- Gemeinde Vomp

„Können wir da nicht früher starten?", fragte BM Schubert. Immerhin braucht man in Vomp, laut ihm, für Kinder bis sechs Jahre rund 300—350 Betreuungsplätze. Es gebe auch immer wieder Anfragen von Nachbargemeinden, aber man brauche jeden Platz selbst.

Durch den erhöhten Betreuungsbedarf in der Krippe, im Kindergarten und Hort stoße auch der Mittagstisch an seine „räumlichen Grenzen". Derzeit wird im Speisesaal des Seniorenheims gegessen. Künftig soll eine eigene kleine Küche bzw. ein Bereich zur Essensausgabe das Platzproblem lösen. Für den Umbau rechnet VBM Mair mit rund 429.000 Euro.

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Damit aber nicht genug. Im Ortsteil Fiecht soll ein neuer Kindergarten samt Kinderkrippe entstehen. Der Architekturwettbewerb soll noch heuer im Herbst starten. „Im Spätsommer nächstes Jahr ist das Hearing geplant und im September dann die Vergabe. Im Juni 2021 kann dann mit dem Abriss der Turnhalle und dem Neubau des Kindergartens gestartet werden", erklärt Mair den Zeitplan. Rund 3,5 Mio. Euro veranschlagt die Gemeinde dafür.

„Dem Bauausschuss wird in den nächsten Wochen nicht langweilig", scherzte BM Schubert in der Sitzung. Immerhin bedingt der Neubau des Kindergartens in Fiecht auch den Abriss der in die Jahre gekommenen Turnhalle. Damit für die Kinder der Neuen Mittelschule Vomp-Stans aber nicht der Turnunterricht ausfällt, wird zuvor eine neue Sport- und Mehrzweckhalle gebaut. Die Kosten dafür tragen zu einem Drittel die Gemeinde Stans und zu zwei Dritteln die Vomper. „Wir rechnen voraussichtlich mit 7,3 Mio. Euro", sagte VBM Mair. Das Projekt sei auf Schiene und der Baubeginn mit Juni 2020 veranschlagt. Ein Jahr später sollen im Herbst die Schüler schon darin herumturnen können. Auch für die Vereine und Veranstaltungen sei Platz genug.