Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 05.11.2019


Innsbruck-Land

Wohnbauprojekt abgesagt: Wildermieming beharrt nicht auf Beschluss

„Vorerst abgesagt“ titelt die Homepage der Bürgerinitiative in Wildermieming, nachdem kein Beharrungsbeschluss gefasst wurde.

© Screenshot: ausverkauf.tirol„Vorerst abgesagt“ titelt die Homepage der Bürgerinitiative in Wildermieming, nachdem kein Beharrungsbeschluss gefasst wurde.



Die Wildermieminger Bürgerinitiative (BI), die auf ihrer Homepage www.ausverkauf.tirol um Unterstützer und tirolweite Nachahmer wirbt, verzeichnet einen Etappensieg. Laut ihrer jüngsten Verlautbarung ist das geplante Wohnbauprojekt eines privaten Wohnbauträgers „vorerst abgesagt" (Bild). Noch Anfang Oktober wollte Bürgermeister Klaus Stocker „nicht dem Gemeinderat vorgreifen", die TT berichtete. In seiner jüngsten Sitzung gab der Wildermieminger Gemeinderat den Einwendungen der Bürger gegen den Bebauungsplan für das Grundstück Grießlehnweg 6 statt. „Damit ist das Projekt — zumindest vorerst — vom Tisch", gibt sich die BI um die drei Gründungsmitglieder Martin Weber, Dieter Schmid und Martin Czermak erleichtert.

BM Stocker lässt derweil durch zwei Ankündigungen aufhorchen. Einerseits werde am Projekt in einer erweiterten Projektgruppe weitergearbeitet. Andererseits ist auch die von ihm ins Spiel gebrachte Gemeindeversammlung nicht vom Tisch. „Nach der Gemeinderatssitzung wurde von unserer Seite dahingehend auf den Bauträger eingewirkt, dass man ein verträgliches Konzept in einem erweiterten Arbeitskreis entwickeln soll. Dass die 1600 Quadratmeter bebaut werden dürfen, ist klar. Eine für die Nachbarschaft verträgliche Bebauung zu finden, scheint hingegen möglich. Schon jetzt waren vier Einzelgebäude geplant, da ist man sicher auf einem guten Weg", hofft Stocker: „Damit nicht der Eindruck entsteht, dass etwas durch die Hintertüre entsteht, ist eine Präsentation sicher sinnvoll. Möglichst anhand von Modellen kann gezeigt werden, dass eine Baumassendichte von 2,0 nicht überproportional ist. Da könnte sicher Schlimmeres passieren."

Dieter Schmid von der BI freut sich über die jüngsten Entwicklungen und würde gerne in der Projektgruppe mitarbeiten. (top)

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