Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 05.11.2019


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Vignetten-Aus: Grüne wollen ÖVP umstimmen

Nach Bericht des Verkehrsministeriums zur Mautzukunft kommen auch die Parteien ins Schwitzen. Vignettenbefreiung ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Der Autobahnabschnitt bis Kufstein-Süd soll wieder von der Mautpflicht ausgenommen werden.

© Thomas BöhmDer Autobahnabschnitt bis Kufstein-Süd soll wieder von der Mautpflicht ausgenommen werden.



Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck, Wien – Erneut hat Verkehrsminister Andreas Reichhardt vergangene Woche seinen warnenden Zeigefinger erhoben. Wie berichtet, hat sein Ministerium einen Bericht zur Zukunft des österreichischen Mautsystems vorgelegt. Anlass hierfür war u. a. der seit Jahren tobende Polit-Streit rund um die Vignettenbefreiung der Inntalautobahn von der Grenze zu Deutschland bis zur Abfahrt Kufstein Süd, Auslöser eine Entschließung des Parlaments. Der von der ÖVP bereits in der konstituierenden Sitzung des neuen Nationalrats eingebrachte Antrag für eine Vignettenbefreiung auf gleich fünf Autobahnabschnitten kommt dabei nicht gut weg. Neben millionenhohen Einnahmenverlusten für die Asfinag fürchtet Reichhardt auch einen Zerfall des einheitlichen Mautsystems. Stattdessen präferiert das Ministerium eine Mautpflicht oder Fahrverbote (für Pkw ohne Asfinag-Vignette) auf den Mautfluchtrouten am niederrangigen Straßennetz.

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