Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 06.11.2019


Bezirk Landeck

„Pflegepaket“ für Bezirk Landeck ist deutlich größer geworden

Die Überarbeitung des Strukturplans Pflege liegt vor. Im Bezirk Landeck sind zusätzliche Pflegebetten und Dienstleistungen geplant.

Erläuterten die Eckpunkte des Pflegestrukturplanes für den Bezirk Landeck: VBM Simon Schwendinger, BM Helmut Mall, BM Heinz Kofler, BH Markus Maaß, Kathrin Eberle, BM Toni Mattle und BM Thomas Lutz (v. l.).

© WenzelErläuterten die Eckpunkte des Pflegestrukturplanes für den Bezirk Landeck: VBM Simon Schwendinger, BM Helmut Mall, BM Heinz Kofler, BH Markus Maaß, Kathrin Eberle, BM Toni Mattle und BM Thomas Lutz (v. l.).



Landeck – Den aktuellen Strukturplan Pflege hat das Land 2012 beschlossen – er gilt bis 2022. Veränderte Rahmenbedingungen machten eine Überarbeitung nötig. Fazit: Das neue „Pflegepaket“ für den Bezirk Landeck ist deutlich größer geworden. LR Bernhard Tilg, Kathrin Eberle von der Sozialabteilung des Landes sowie die Obmänner der Planungsverbände erläuterten die wesentlichen Punkte. Gastgeber war BH Markus Maaß in der Innstraße.

Aktuell stehen im Bezirk 370 von 390 vorgesehenen Betten in den fünf Pflegeheimen zur Verfügung. In den nächsten drei Jahren entstehen acht neue Plätze in der Kurzzeitpflege sowie 24 Plätze in der Tagespflege – zur Entlastung und Unterstützung der pflegenden Angehörigen. „Zudem werden die mobilen Dienste um 3195 auf 84.249 Leistungsstunden gesteigert“, schilderte Tilg. Betreutes Wohnen werde ebenso ausgebaut – auf 84 Plätze im Jahr 2022. „Mit dieser Evaluierung ist in Abstimmung mit den Planungsverbänden eine zielgerichtete Bedarfsanpassung gelungen“, resümierte der Pflegelandesrat. Die 20 Betten für Übergangspflege und 24 für Schwerpunktpflege, beides seit Jahren im Gespräch, sollen das Pflegeangebot bis 2022 abrunden. Der „nachhaltige und systematische“ Ausbau der Leistungen soll pflegebedürftigen Menschen im Bezirk „ein Gefühl der Sicherheit und Wertschätzung“ geben, so Tilg. Die Zahl der Pflegegeldbezieher, derzeit 33.000 in Tirol, werde in zehn Jahren auf 43.000 steigen. Auch vor diesem Hintergrund sei die Weiterentwicklung des Pflegestrukturplans notwendig gewesen.

„Die mobilen Dienste steigen stark“, sagt Planungsverbandsobmann BM Thomas Lutz aus Grins. „Heuer haben wir bereits 18.000 Stunden.“ Für das Ziel, Klienten möglichst lange zu Hause zu betreuen, sei man „jedenfalls gut aufgestellt“. Seine Kollegen Helmut Mall aus St. Anton, Toni Mattle aus Galtür, Simon Schwendinger aus Fiss und Heinz Kofler aus Prutz hoben „die sehr gut funktionierende Zusammenarbeit“ bei Engpässen hervor, „etwa wenn es darum geht, einen Pflegeplatz zu finden“. (hwe)

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