Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 12.11.2019


Bezirk Imst

Kein „Drive-in“ für Kindergarten in Silz

Silzer Gemeinderat lehnt „Bringbucht“ beim neuen Kindergarten ab und vertagt die Gartengestaltung.

Der Plan für eine „Bringbucht“ anstelle des Kreisverkehrs (u.), wie von BM Helmut Dablander präsentiert, wurde abgelehnt.

© DornDer Plan für eine „Bringbucht“ anstelle des Kreisverkehrs (u.), wie von BM Helmut Dablander präsentiert, wurde abgelehnt.



Von Agnes Dorn

Silz – Der Entwurf zur Gestaltung des Straßenbereichs vor dem neuen, gerade in Bau befindlichen Kindergarten in Silz wurde vom Gemeinderat bei Stimmengleichheit mit einer Enthaltung abgelehnt.

Man habe diesen Plan im Gemeinderat nie diskutiert, ärgerte sich Vizebürgermeisterin Daniela Holaus über den Antrag. Mit der geplanten „Bringbucht“ anstelle des bisherigen Kreisverkehrs würde man nur die Verkehrssituation verschlimmern, zeigt sie sich vom Entwurf enttäuscht. „Wir schaffen mit dem Neubau zusätzliche Parkplätze entlang des neuen Kindergartenareals. Hier muss es möglich sein, zu parken und sein Kind in den Kindergarten zu bringen“, so Holaus. Dass die Straße nicht als Parkplatz genutzt werden kann, ist zwar allen Mandataren klar. Schließlich dient sie im Einsatzfall der Feuerwehr als Zu- und Ausfahrt. Wie dies jedoch verhindert werden soll, darüber scheiden sich die Geister: „Ich halte nichts davon, dass man schon im Voraus sagt: ,Wir müssen strafen‘“, plädierte Bauausschussobmann Willi Mareiler für die vorgelegte Lösung mit Bringbucht. „Wir müssen Alternativen schaffen“, so sein Fazit. Ausschlaggebend für die Ablehnung war neben den sieben Nein-Stimmen auch die Enthaltung von GR Peter Föger, der zunächst abwarten wollte, bis die Verlängerung des Pachtvertrags für den Parkplatz der NMS Silz Rechtskraft erlangt.

Vertagt wurde hingegen die Vergabe der Gartenarbeiten beim Kindergarten. Aufgrund der hohen Differenz der Angebote wolle man die einzelnen Posten überprüfen, so Holaus. Denn beispielsweise beim Naschgarten sei das Mindestgebot mit 225 Euro weit unter dem höchsten mit 1582 Euro gelegen. Selbst das höchste Gebot für die gesamte Gartenanlage liegt mit 22.400 Euro weit unter den geschätzten 40.000 Euro. „Ich bezweifle, dass das jeweils das gleiche Produkt ist, bei solch einer Preisdifferenz“, ist die Vizebürgermeisterin skeptisch. Da der Garten ohnehin erst im Frühjahr angelegt werden kann, bleibe noch genügend Zeit für eine Vergabe, waren sich die Gemeinderäte einig.

Auch insgesamt befinde man sich mit den aktuellen Gesamtkosten für den neuen Kindergarten weit unter den Prognosen, wie Bauamtsleiter Martin Dablander berichten konnte. Die Übersiedelung des Kindergartens wurde außerdem auf Mitte Februar festgelegt.

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- Dorn