Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 15.11.2019


Osttirol

Stadt Lienz rüstet sich mit Notstrom-Aggregat gegen Blackout

Der Lienzer Gemeinderat hat den Kauf eines Notstrom-Aggregats beschlossen. Und der neue Steg im Draupark ist auf Schiene.

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© Thomas BöhmSymbolfoto



Von Catharina Oblasser

Lienz – Die Stadt Lienz will gegen Katastrophen aller Art gerüstet sein. Dafür gibt es das kommunale Krisen- und Katastrophenmanagement, das mehr als 70 mögliche Szenarien abhandelt, sagt Oskar Januschke, Leiter der Abteilung Umwelt und Zivilschutz der Stadt. Für den Fall eines Blackouts, also eines flächendeckenden Stromausfalls, wird nun ein Notstrom-Aggregat angeschafft, Januschke präsentierte Modell und Funktionsweise im jüngsten Gemeinderat. „Das Gerät ist mobil, kann also auch an anderen Orten verwendet werden.“ Vizebürgermeister Siegfried Schatz (SPÖ) betonte die Wichtigkeit einer unabhängigen Versorgung für die Einsatzleitung, die im Krisenfall zusammentritt: „Ohne Notstrom würde auch die Kommunikation völlig zusammenbrechen.“

Ein weiterer wichtiger Punkt für Schatz ist die Wasserversorgung für Lienz. „Auch die muss im Katastrophenfall zu 100 Prozent sichergestellt sein.“ Ob beim Tiefbrunnen eine stationäre Notversorgung eingebaut werden kann, muss aber noch erhoben werden, da die Flächen dort Wasserschutzgebiet sind.

Der Gemeinderat bewilligte die rund 40.000 Euro für das mit Treibstoff funktionierende Notstrom-Aggregat und ebenso die Kosten von 15.000 Euro für die Vorarbeiten in der Liebburg, die für die Verwendung des Geräts nötig sind. Bis zum Februar 2020 soll das Notstrom-Aggregat einsatzbereit sein.

Im Herbst 2018 haben die starken Unwetter des Sturmtiefs „Vaia“ den Steg im Draupark zerstört. Nun gibt es einen Entwurf für eine neue Fußgänger- und Radbrücke über die Drau. Die Gesamtkosten betragen geschätzte 375.000 Euro, die Baumeisterarbeiten im Umfang von etwa 118.000 Euro wurden im Lienzer Gemeinderat am Dienstagabend an den Bestbieter vergeben. Noch heuer sollen die Arbeiten starten. Die Brücke besteht aus Stahl, der Brückenbelag aus Holzbohlen. Zugang bzw. Zufahrt erfolgen über einen gemächlichen Anstieg im Draupark-Gelände. Eine Rampe ist nicht vorgesehen.

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