Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 17.11.2019


Landespolitik

Raucherkammerl im Land wird zum Politikum

Der Obleuterat des Landtags muss sich jetzt mit dem Rauchverbot auseinandersetzen. Es geht ums Raucherkammerl im Landtag.

© APADer Obleuterat des Landtags muss sich jetzt mit dem Rauchverbot auseinandersetzen. Es geht ums Raucherkammerl im Landtag.



Mit einer ungewöhnlichen, aber nicht ganz einfachen Anfrag­e sieht sich derzeit die Landtagsdirektion konfrontiert. Es geht um das Rauchverbot, genauer gesagt um die Regelung im Besprechungs- bzw. Aufenthaltsraum während der Landtagssitzungen. Der befindet sich direkt neben dem Landtagsbuffet und ist mit diesem durch eine Tür verbunden. Und dort darf derzeit geraucht werden. Auch weiterhin?

FPÖ-Chef Markus Abwerzger geht davon aus, weil ja auch die beiden Regierungsfraktionen in Tirol, ÖVP und Grüne, im Nationalrat für das generelle Rauchverbot gestimmt hätten. Abwerz­ger ersucht deshalb, diesen Punkt nächste Woche im Obleuterat des Tiroler Landtags zu besprechen.

Das wird Landtagsdirektor Thomas Hofbauer auch tun. Wie die Entscheidung ausfallen wird, weiß er aber noch nicht. Schließlich könne die Tür zum Buffet abgesperrt werden, weil es noch einen anderen Zugang gibt. Also wäre das Zimmer als eigenständiger Raum zu sehen.

Für den Fall, dass es im Besprechungszimmer kein Rauchverbot gibt, will Abwerzger in „der letzten verbliebenen Gaststätte mit Rauchmöglichkeit" während der Landtagssitzungen öffentliche Sprechstunden abhalten. „Weil durch die derzeitige Regelung ja die Abgeordneten, Mitarbeiter und Gäste des Tiroler Landtags gegenüber der Bevölkerung sowie Gastronomen und Hoteliers privilegiert sind, die unter dem Rauchverbot bereits jetzt massiv zu leiden haben."

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Man darf gespannt sein, wie es politisch mit dem Rauchverbot auf Tirolerisch ausgeht. (pn)