Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 21.11.2019


TT-Forum in Imst

Ötztal/Pitztal: Tiefe Gräben auf dem Weg zu einer Gletscherehe

Das TT-Forum über den geplanten Zusammenschluss der Gletscherskigebiete im Ötztal und Pitztal sorgte im Imster Stadtsaal für einen übervollen Saal. Eine richtige Annäherung zwischen Befürwortern und Gegnern des umstrittenen Projektes war nicht erkennbar.

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Willi Penz • 22.11.2019 05:13
In diesem Land wird nur noch verhindert ... Stop hier, Stop da ... die Grünen fahren (sorry, gehen) den Laden an die Wand Innovationen, Ideen usw. sind verboten ... Pullover stricken bei Kerzenlicht und veganem Essen
Fritz Gurgiser • 22.11.2019 07:36
Sie haben vollkommen Recht, guter Herr Penz: In diesem Land wird tatsächlich VERHINDERT, dass die anrainende Bevölkerung und Regionalwirtschaft an hochbelasteten Straßen wie bspw. der A12, A13, S16, Fernpass, Zirlerberg, Wipptal, Achental, Lofererstraße (um nur ein paar wichtige zu nennen), vor Lärm, Abgasen und Stau geschützt werden, wie es gesetzlich vorgegeben ist; wird tatsächlich versucht zu verhindern, dass ein Verfahren wie die UVP zum Projekt Ötztal-Pitztal (die erste politische Zustimmung hat man sich erschlichen, indem eine "Überspannung ohne Piste" vorgeschlagen wurde) ohne Einflussnahme abgewickelt werden kann - auf landes-, bundes- und europarechtlicher Basis; wird tatsächlich verhindert, dass in den Tälern darüber nachgedacht wird, wie fehlende Infrastruktur angesiedelt werden kann - der Irrglaube, dass ein Zusammenschluss in Folge dann Tankstellen, Nahversorger oder Apotheker anlockt, ist ja beschämend usw.. Schauen Sie sich an, worum es uns als UVP-G-2000 Organisation geht, schauen Sie sich an, was wir von den Betreibern Jakob Falkner und Hans Rubatscher zu Recht in einer Gesamtbetrachtung verlangen - gestern wie heute. Da geht es nicht gegen das Pitz- oder Ötztal, da geht es darum, die Gesamtregion zu sehen - www.transitforum.at (unsere Stellungnahme vom 30. Juni 2019 sowie Hintergrundinfos). Und vergessen Sie bei Ihren politischen Festlegungen nie, wer seit 1945 in Tirol die Verantwortung trägt. LG Fritz Gurgiser, Obmann Transitforum Austria-Tirol
Ilse Kirchner • 21.11.2019 16:55
Herr Falkner meint, sich nicht schämen zu müssen, dass es ihnen allen gut geht. Schämen sollten sich Alle dafür, vor lauter Geldgier sogar schon die Umwelt aufs Gröbste zu ruinieren.
Fritz Gurgiser • 22.11.2019 13:09
Liebe Frau Kirchner, es geht nicht um die Herren Falkner, Rubatscher, Schultz und andere - die versuchen legal, ihr „System" aufrecht zu halten: Hinten in den Tälern Jahr für Jahr zu erweitern, auszubauen und höchste Rücksicht auf ihre Klientel bis zu geheizten Sesseln, Kabinen etc.. Und gleichzeitig alles, was in den Zu- und Abbringergemeinden seit Jahren schlechter wird, auf Land und Bund zu schieben. Erfolgreich, wenn Sie politische Aussagen zwischen den Zeilen lesen. Das muss beendet werden, denn in einem begrenzten Land wie Tirol kann es weder unbegrenzten Verkehr noch unbegrenztes Seilbahnwachstum geben. Deshalb werden wir die Interessen der anrainenden Bevölkerung und Regionalwirtschaft in allen Zu- und Abbringergemeinden mit höchstem Einsatz nach bestem Wissen und Gewissen vertreten. Fritz Gurgiser
Wolfgang Meister • 21.11.2019 16:08
Herr Eigentler, Herr Zechel und alle anderen die dieses immer wiederkehrende Spiel durchschauen. Die Seilbahnlobby kann nicht mehr schalten und walten wie sie will, deswegen auch diese Fake News Beilage heute, die probieren mit allen Tricks zu arbeiten (die Gier nach immer mehr ist grenzenlos). Aber die Bevölkerung steht nun vermehrt auf, es haben sich dutzende Bürgerbewegungen gebildet, die diese "Herrschaften" nun in die Schranken weisen. Das wird die Zukunft sein, die Bevölkerung wird vermehrt Politik machen müssen, weil der Berufspolitiker zu sehr auf ihr Gehalt angewiesen ist und bei heiklen Themen fast nichts mehr macht.
Wolfgang Meister • 21.11.2019 16:10
Mich würde interessieren was diese Fakeprintausgabe gekostet hat. Reinste Geldverschwendung, hätten sie gleich für einen wohltätigen Zweck spenden können. Aber die wissen nicht wie eine solidarische Gesellschafft funktioniert.
Joachim Griesser • 21.11.2019 15:59
Mit der Online Petition ist es Herrn Estermann schon bei Hochoetz-Kühtai gelungen, weit über die Landesgrenzen hinaus Aufmerksamkeit zu finden. Daher war es nur naheliegend, dieses Tool auch für die sogenannte Gletscherehe in Stellung zu bringen. 150.000 Clicks sind auf den ersten Blick eine beeindruckende Zahl. Doch was steckt wirklich dahinter? Ich bin der tiefen Überzeugung, dass von den 150.000 Votern nur der geringste Teil fundierte und ausgewogene Informationen darüber hat, worum es im Detail überhaupt geht. Absurde Medienmeldungen, wie das Sprengen eines Berggipfels oder eines ganzen Gletschers reichen aus, um die Clickzahlen binnen kürzester Zeit in die Höhe schnellen zu lassen. Und wer sind diese Bedenkenträger, die im Schutz der Anonymität aus dem stillen Kämmerlein ohne den geringsten Aufwand und ohne sich zu exponieren, binnen Sekunden „Njet“ sagen? Sind es nur Betroffene oder ist es auch das Baby aus Hamburg, dessen Identität hier verwendet wird, ist es ein selbsternannter Umweltschützer aus Zürich, der aus Prinzip dagegen ist, oder ein IT-Freak aus dem Burgenland, der gerne wissen möchte, wie dieses Tool funktioniert? Ich habe den starken Verdacht, dass ein erheblicher Teil der Protestierenden sich bei anderer Gelegenheit am Verhindern eines Windparks, eines Kraftwerks oder einer Ortsumfahrung ebenso beteiligt. Dabei möchte ich ausdrücklich betonen, dass ich diese Haltung nicht allen Unterzeichnern unterstelle. Das Beispiel dieses Online Votings zeigt durch dessen Emotionalisierung im Schutz der Anonymität klipp und klar auf, dass es jedes ehrliche Bemühen um eine sachliche Diskussion von vorneherein zu Grabe trägt, und zwar gleichermaßen für beide Seiten. Mag sein, dass die Gegner damit "Erfolg" haben. Dass sie aber damit eine tiefe Spaltung hinterlassen und den betroffenen Regionen die Chance nehmen, ihre Anliegen überhaupt einmal sachlich und objektiv zu diskutieren, sehen sie dann wohl nicht mehr als ihr Problem. Ein Trost ist nur, dass sich Online Votings künftig wohl sehr rasch totlaufen werden, da sie technisch und organisatorisch keinen nennenswerten Aufwand mehr erfordern und bald bei noch so geringen Anlässen inflationär zum Einsatz kommen werden. Es wird hoffentlich wieder die Zeit kommen, in der nur mehr ernst genommen wird, wer beim Protest auch sein Gesicht zeigt.
Wolfgang Meister • 21.11.2019 19:23
Herr Griesser, solche Tools wie aufstehen.at und nicht nur dieses, sind mittlerweile nicht mehr wegzudenken, da die Politik bei heiklen Themen nicht mehr tätig wird. Die Menschen bilden zunehmend Gemeinschaften und setzen die Politik dadurch unter Druck. Und ich bin mir sicher, dass Menschen nicht zum Spaß irgendetwas unterschreiben. Wenn man mit den Menschen spricht, dann merkt man das diese immer neugieriger werden, viele Dinge hinterfragen, warum das so und das so ist und das ist auch für eine positive gesellschaftliche Entwicklung auch wichtig, vor allem in dieser von Gier, Ignoranz geprägten Zeit.
Günther Eigentler • 21.11.2019 13:41
Nochmals für all jene, die schwer von Begriff sind: a) Die Bezeichnung "Zusammenschluss Ötztal/Pitztal" ist als bewusste Irreführung der Bevölkerung zu werten. In anderen Worten sie ist als Lüge abzutun. Die richtige Bezeichnung lautet: "Errichtung eines neuen Schigebietes mit gleichzeitiger Verbindung an zwei großflächig bestehende Schigebiete." b) Was soll das Gefasel rund um die Begriffe "Abwanderung" und "Schaffung von Arbeitsplätzen"? Bei jeder Schilifter-weiterung landauf- landab werden diese Begriffe den Tirolern an den Kopf geworfen. Mit ihrer Hilfe soll die Gier Einzelner verschleiert werden. Medienvertreter und Tourismusexperten bedienen sich dieser Begriffe gleichermaßen. Sie zeugen von der vorherrschenden Einfallslosigkeit. Ich helfe, diese Einfallslosigkeit zu beseitigen: Tirol besitzt ca. 1.200 Liftanlagen (eintausendzweihundert)! Lenkungsmöglichkeiten werden von der leider einfallslosen Regierung (Ich gehöre keiner Partei an.) nicht wahrgenommen. Und schon gar nicht von den Vertretern des Tourismus. Wie wäre es also mit der Botschaft: Im nimmersatten Sölden bzw. Ischgl/etc. können keine Touristen mehr aufgenommen werden. Das Limit ist erreicht . Die Naturzerstörung würde immense Ausmaße erreichen. Dem Schitouristen wird daher geraten, in St. Leonhart, Jerzens oder sonstwo seinen Urlaub in Tirol zu verbringen. c) Die gewaltige Naturzerstörung durch die Vertreter der Seilbahnlobby muss ein Ende haben, das Hirn im Lande endlich einen Aufwärtstrend erfahren.
Willi Penz • 21.11.2019 12:56
Tourismus sichert Arbeitsplätze! Geht es uns zu gut, dass wir darauf verzichten können?
Florian Zechel • 21.11.2019 11:46
also wenn die Pitztaler und vor allem Ötztaler die Argumente der Gletscherehe-Gegner als fake-news abtun, dann ist das heutige Hochglanzmagazin als Beilage zur TT eindeutig als geschönte Variante von fake-news zuzurodnen. Was sich denn alles mit Grafiken und und Photoprogrammen verschleiern lässt. Verschneite Parkplätze, angezuckerte Liftstationen, kaum sichtbare Schitunnels und sonstige Eingriffe, den Berg muss man auch nicht sprengen, sondern die 20 Meter oder evtl. werdens eh 50 vielleicht von Hand abtragen, Gletscherzungen und Spalten müssen auch nicht zugeschoben werden, denn das Prospekt spekuliert mit der nächsten Eiszeit. Toll gemacht. Nur wer soll das glauben?
Wolfgang Meister • 21.11.2019 07:26
Diese Diskussionen sind so etwas von verlogen. Tirol hat die modernsten, größten Skigebiete. Ist das höchste Skigebiet mit dem Brunnenkogel wieder zu wenig? Haben wir schon nicht genug Verkehr? Das Ziel dieses Projekt noch mehr Touristen anzuziehen, Resultat daraus noch mehr Verkehr, noch mehr Menschen und dadurch noch mehr Konflikte, ist es das Wert nur weil sich ein paar Wenige so etwas einbilden? Wollen wir nicht endlich umdenken und auf eine schonende Wirtschaftspolitik umschwenken? Aber anscheinend ist diese Botschaft bei einigen nicht angekommen, die wollen weitermachen als gäbe es kein Morgen, einfach nur traurig das Ganze.
Wolfgang Meister • 21.11.2019 07:28
Den Pitztalern und nicht nur diesen, schaut endlich mal dass ihr von diesem Saisontourismus weg kommt, denn ich glaube Kaum dass die derzeitigen Pendler (glaube so 2500) in den Tourismusbetrieben und sonstigen Betrieben arbeiten nach dem Zusammenschluss im Tal arbeiten wollen, da in der Inntalfurche ganz einfach mehr zu verdienen ist, also hört endlich mal auf immer sich auf die einfache arbeitende Bevölkerung auszureden. Immer diese Ausreden, mit sterbenden Tal, die Leute nagen dann am Hungertuch, Betriebe sperren zu, etc., was soll das Ganze?
Wolfgang Meister • 21.11.2019 07:31
Das Tal wird nicht sterben, das Leben wird auch ohne diesen kranken Projekt weiterlaufen und wer weiß was die Ablehnung dieses Projektes für eine Chance birgt, vielleicht kurbelt das endlich mal die Phantasie an, etwas anderes zu machen, sprich nachhaltigen Sommertourismus, das wäre dann wirklich was, wenn die Menschen dann das ganze Jahr arbeiten können und nicht nur saisonal (Wer will schon auf Dauer nur saisonal arbeiten?). Aber wenn solche Leute an der Spitze stehen wie derzeit, wird das schwer möglich sein, vielleicht wird ja die Tiroler Bevölkerung ja endlich mal eines Besseren belehrt.

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