Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 26.11.2019


Bezirk Schwaz

Schwazer Antrag auf Februar vertagt

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Schwaz – Die Schwazer Gemeinderätin Victoria Weber (SPÖ) ist enttäuscht. Ihre Hoffnung auf eine schnelle Lösung ist zerschlagen. Denn vor Kurzem beschloss der Schwazer Gemeinderat einstimmig eine Resolution bezüglich des neuen Gehaltsschemas in der Pflege in Tirol – die Tiroler Tageszeitung berichtete. Darin wurde die Tiroler Landesregierung dazu aufgefordert, die neu beschlossene Gehaltsregelung für Pflegekräfte in Tirol noch einmal zu überarbeiten, da sowohl die Mandatare als auch Heimleiter im Bezirk negative Folgen daraus sehen.

„Nach neuem Schema verdienen Pflegeassistentinnen und Heimhilfen um ein paar Tausend Euro jährlich weniger. Das sind fatale Fehler und der Schwazer Gemeinderat hat das Land aufgeforder­t, hier einzugreifen“, sagt Weber. Eigentlich hieß es, dass der Antrag zur Änderung der neuen Gehaltsregelung für Pflegekräfte, die ab 1. 1. 2020 in Kraft tritt, in der nächsten Landtagssitzung bearbeitet werde. Doch dem war nicht so. Der Landtag erkannte die Dringlichkeit des Antrages nicht an. Die Angelegenheit wurde auf Februar 2020 verschoben.

„Somit tritt das neue Gehaltsschema mit Jänner 2020 in Kraft, mit finanziellen Einbußen für das Personal. Solche politischen Entscheidungen sind sehr enttäuschend! Die Beschäftigten im Pflegebereich gehören gerecht entlohnt und nicht beim Gehalt gekürzt. Gleichzeitig verdienen die Pflegeberufe mehr denn je eine Aufwertung und Attraktivierung!“, erklärt die Schwazer Sozialreferentin. Betroffen sind vor allem die Pflegeassistenzkräfte und die Heimhilfen. Weber hofft dennoch auf Einsicht der Landespolitik zu diesem Thema. (emf)

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