Letztes Update am Mo, 02.12.2013 05:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Blog zur A 12-Blockade

Protest auf der Inntalautobahn: „Notfalls blockieren wir wieder“

Auf der Autobahn im Norden Kufsteins demonstrierten insgesamt rund 3000 Menschen. Sie machten ihrem Unmut über die Vignettenkontrolle bis Kufstein-Süd Luft.

© TT/OsterauerMehr als 3000 Demonstranten hatten sich auf der Inntalautobahn versammelt, um gegen die Vignettenkontrollen bei Kufstein zu protestieren.



Von Wolfgang Otter

Kufstein – Von weither waren sie gekommen: Eine Frau hatte sogar ein Transparent dabei, auf dem sie ihren Unmut über den möglichen Bau des Plöckentunnels kundtat. Dass sie dabei im Unterland auf der Autobahn stand, störte sie wenig. Immerhin war ihr Aufmerksamkeit gewiss, waren gestern doch die Kameras auf die Autobahn bei Kufstein gerichtet – und die konnten viel aufzeichnen. Die Stadt Kufstein hatte zur Demonstration gegen die Vignettenkontrollen ab der Staatsgrenze gerufen und über 2000 waren ihrem Ruf gefolgt. Drei Kilometer weiter entfernt, an der Grenze, machten 1000 bayerische Demonstranten ihrem Unmut Luft. So standen auf der Schlagader des europäischen Verkehrs für rund zweieinhalb Stunden lang alle Räder still. Einmal durfte auf der Fahrbahn nach Herzenslust gemalen und gespielt oder spazieren gegangen werden.

Aber dafür waren die Tausenden mit ihren Transparente nicht gekommen: „Es ist nicht richtig, was mit Kufstein passiert“, war sich Michaela Unterer, die samt Familie aus dem 25 Kilometer entfernten Hopfgarten angefahren war, mit den restlichen Kundgebungsteilnehmern einig. Für Uwe Spiegl steht sogar sein Job auf dem Spiel. Er fürchtet um seine Arbeitsstelle, wenn durch das Lkw-Fahrverbot auf der Rampe Kufstein Süd an verkehrsstarken Samstagen das Gewerbegebiet abgeschnitten ist. „Durch den Ausweichverkehr gibt es sicher Stau“, war eine weitere Kundgebungsteilnehmerin überzeugt. Mit dieser Meinung war sie nicht alleine. Kein Wunder, dass Verkehrsministerin Doris Bures ein Pfeifkonzert erntete. Für Bürgermeister Martin Krumschnabel hat der „Bürger die Schnauze voll“ und es werde Zeit, dass Bures endlich nach Kufstein komme „und sich die Situation anschaut. Ich bin überzeugt, dann wird es keine Kontrolle mehr geben.“ Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer hatte genauso die Klatscher auf seiner Seite wie NR Carmen Gartelgruber (FP) und Hannes Rauch (VP) sowie Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig (Grüne), die ihre Unterstützung zusagten.

Fazit, als nach einer halben Stunde der Rückmarsch angetreten wurde: „Notfalls blockieren wir wieder und dann an einem verkehrsstarken Tag“, lautete der Tenor. Die Kufsteiner scheinen gestern die Lust am Protestieren entdeckt zu haben.

Autobahnblockade bei Kufstein

Live-Ticker beendet

13:17 Uhr

An dieser Stelle beenden wir unseren Live-Ticker zur Autobahnblockade. Hintergründe und Reaktionen finden Sie morgen in Ihrer Tiroler Tageszeitung!

13:17 Uhr

Klaus Fink, Geschäftsführer der Asfinag Alpenstraßen GmbH, zeigte sich gegenüber der APA "froh", dass die Blockade gut über die Bühne gegangen war und betonte, dass die Asfinag für den reibungslosen Ablauf auch einen Beitrag geleistet habe. In der Sache erklärte Fink, dass die geltende gesetzliche Regelung vollzogen werden müsse: "Da können keine Ausnahmen gemacht werden." Gleichzeitig wies der Geschäftsführer darauf hin, dass die Asfinag eine "Reihe von Maßnahmen" vorgeschlagen habe, um die Bevölkerung in den Anrainergemeinden zu entlasten. Teilweise seien diese - wie das Lkw-Fahrverbot bei Kufstein-Süd und die Erhöhung der Verkaufskapazitäten der Vignetten an der Grenzen - schon umgesetzt worden. Bei der Hinweistafel auf bayerischer Seite, für die man vorerst keine Genehmigung erhalten habe, sei man weiterhin gesprächsbereit.

12:20 Uhr

Die Kufsteiner Bezirkseinsatzleitung hat Sonntagmittag eine durchwegs positive Bilanz veröffentlicht. Es gab weder Zwischenfälle, noch Verletzte.  Auch der Umleitungsverkehr sei eher gering ausgefallen.

„Wir können eine positive Bilanz des Einsatzes zur Autobahnblockade ziehen und haben keinerlei Vorfälle verzeichnet. Ein herzliches Dankeschön den Blaulichtorganisationen für ihre hervorragende Arbeit und Kooperation“, bedankte sich Christian Bidner, Bezirkshauptmann von Kufstein, bei allen Einsatzkräften und Behördenvertretern in der Bezirkseinsatzleitung.

„Keine Staus und einen problemlosen Verkehrseinsatz“, verzeichnete auch Markus Widmann, Leiter der Verkehrsabteilung in der Landespolizeidirektion Tirol. „Es gab keinerlei Einsätze.“

12:03 Uhr

Auch die Kundgebung in Kufstein löst sich langsam auf. Vereinzelt stärken sich die Demonstrationsteilnehmer noch mit Würstel.

Autobahn wieder befahrbar

11:58 Uhr

Kurz vor 11.30 Uhr konnte die Autobahn zwischen Kufstein-Süd und -Nord für den Verkehr wieder freigegeben werden. Zwischenfälle oder Verkehrsbehinderungen gab es Erstinformationen der Landesverkehrsabteilung zufolge keine. "Der Umleitungsverkehr während der Autobahnblockade hat sich in Grenzen gehalten", heißt es in einer Presseaussendung des Landes.

11:50 Uhr

"Die Autobahn ist mittlerweile wieder geräumt. Die Polizei kontrolliert noch die Strecke", berichtete der Bezirkshauptmann von Kufstein, Christian Bidner, in einer Aussendung des Landes. Der Verkehr auf den Umleitungsstrecken sei großteils gering gewesen, daher habe es kaum nennenswerte Verzögerungen gegeben.

11:36 Uhr

Eine Bildergalerie zur Autobahnblockade wurde eingefügt. (Foto: Zoom-Tirol)

"Mautflüchtlinge werden unsere Dörfer überschwemmen"

11:27 Uhr

Der Rosenheimer Landrat Josef Neiderhell beteiligte sich an der Demonstration auf bayerischer Seite. Der CSU-Politiker sagte gegenüber der deutschen Presseagentur: "Die Kundgebung ist eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit den österreichischen Demonstranten zu zeigen, dass die Mautflüchtlinge unsere Dörfer auf beiden Seiten überschwemmen werden." Die Tiroler wie die bayerische Regierung hatten vergeblich gebeten, die Ausnahmeregelung um ein Jahr zu verlängern, um ein Konzept für den Schutz der Anrainer vor Ausweichverkehr zu entwickeln.

 

11:22 Uhr

Am Baumax-Parkplatz geht die Demonstration unvermindert weiter. Verkehrsbehinderungen gibt es bis dato keine.

10:56 Uhr

Allein auf weiter Flur? Keineswegs, über 2500 Demonstranten sollen sich allein auf Kufsteiner Seite zusammengefunden haben, auf der bayerischen Autobahn waren es ebenfalls Hunderte Teilnehmer.

Mehrere Hundert Demonstranten auf bayerischer Seite

10:54 Uhr

Was halten Sie vom Protest der Kufsteiner Bürger? Diskutieren Sie mit! http://user.tt.com/

10:50 Uhr

Auch auf der A93 bei Kiefersfelden war der Zulauf zur bayerischen Demonstration groß. Mehrere Hundert Menschen sollen sich daran beteiligt haben. Wie auch die Autobahn bei Kufstein wird die deutsche Strecke bis zirka 12 Uhr gesperrt bleiben.

10:46 Uhr

Einen besonders engagierten Demonstranten hat Videoreporterin Silvana Resch für uns eingefangen. Martin Mitterecker aus Kufstein, Mitarbeiter eines Kfz-Betriebes, hat alte Vignetten von Mietwägen gesammelt und sich daraus für den heutigen Tag eine spezielle Montur gebastelt.

Über 1500 Demonstranten

10:34 Uhr

Nun sind offizielle Zahlen der Blockade veröffentlicht worden. Kufsteins Bezirkshauptmann Christian Bidner sprach um 10 Uhr von "mehr als 1500 Demonstranten und der Zulauf hält an". TT-Reporter Wolfgang Otter beziffert die Demonstranten mittlerweile mit rund 2500. Nach Angaben der Landesverkehrsabteilung kommt es derzeit zu keinerlei Behinderungen an den Ausweichrouten.

10:31 Uhr

Die Demonstranten verlassen nach der Kundgebung jetzt die Autobahn. Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel hat Verkehrsministerin Bures noch einmal dazu aufgerufen nach Kufstein zu kommen und sich die Verkehrslage persönlich anzuschauen.

Weitere Proteste nicht ausgeschlossen

10:18 Uhr

Die Kundgebung auf der Autobahn ist mittlerweile voll im Gange. Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ), die nicht anwesend ist, hat zahlreiche Pfiffe geerntet.

Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel hielt eine Rede und schloss darin weitere Proteste nicht aus: "Wenn es notwendig ist, werden wir wieder die Autobahn blockieren." Auch Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer trat ans Rednerpult. "Wenn wir nicht gehört werden, können wir wieder und wieder und wieder demonstrieren." Sein Vorschlag: Die ersten zehn Autobahnkilometer sollten österreichweit mautfrei sein. (Foto: TT/Resch)

10:04 Uhr

Auch auf bayerischer Seite formiert sich der Protest. Dort wird die A93 in Richtung Süden zwischen Kiefersfelden und Kufstein-Süd blockiert. Der Freistaat erlebt dabei eine Premiere: Noch nie wurde eine Demonstration auf einer Autobahn genehmigt. Auch Bayerns Polizei rät Autofahrern, die blockierten Abschnitte zu meiden bzw. großräumig zu umfahren. 

09:52 Uhr

"Mautfrei bis Kufstein-Süd", fordern die Demonstranten. Auf den Plakaten ist auch Kritik an Verkehrsministerin Doris Bures zu lesen: "Bringt uns Bures, dann gibt es Zores.", "Der Bures Wahnsinn" oder "Danke rot und schwarz (schleicht's eich)".

09:49 Uhr

Laut Angaben der Veranstalter sind bereits rund 1500 Demonstranten zusammengekommen. Der Protestzug ist relativ lang, berichtet TT-Reporter Wolfgang Otter. Die Musikkapelle Kufstein begleitet die Menschen auf die Autobahn. Foto: TT/Mader

09:47 Uhr

Seit 9.30 Uhr ist die Inntalautobahn zwischen den Anschlussstellen Kufstein-Süd und Kufstein-Nord für jeden Verkehr gesperrt. Informationen zu Umleitungen finden Sie weiter unten im Ticker.

09:46 Uhr

 „Seit 8.30 Uhr ist bei uns die Bezirkseinsatzleitung im Dienst. Neben Mitgliedern der BH Kufstein sind auch die Polizei und das Baubezirksamt vertreten“, informiert Christian Bidner, Bezirkshauptmann von Kufstein.

Auch das Bezirksrettungskommando Kufstein steht mit Sondereinsatzgruppen in Bereitschaft. Für den Regelrettungsdienst wurden zwei zusätzliche Rettungsfahrzeuge in Niederndorf und in Langkampfen stationiert, um auch bei Staus im Bezirk Kufstein einen schnellen Rettungseinsatz sicherstellen zu können. Rund um das Krankenhaus Kufstein wurde zudem ein Einsatzkorridor errichtet.

Protestzug in Bewegung

09:33 Uhr

Pünktlich um 9:30 haben sich die Kufsteiner nun auf den Weg zur Autobahn begeben. Grob geschätzt dürften es bereits 500 bis 600 Demonstranten sein.

Mit Trillerpfeifen und Plakaten wollen sie auf sich aufmerksam machen. Der Verkehr ist bisher ruhig, auch auf den Ausweichrouten gibt es keine Behinderungen.

09:23 Uhr

Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel, der die Blockade mitorganisiert hat, ist bereits vor Ort. „Unsere Mindestforderung war ein Spielraum, aber das Ministerium will einfach nicht mitarbeiten“, erklärte Krumschnabel am Freitag nach dem Scheitern des Verkehrsgipfels.

09:10 Uhr

Die Demonstranten befürchten eine Verkehrslawine durch die Festungsstadt und steigen deshalb auf die Barrikaden. Foto: TT/Osterauer

09:03 Uhr

Erste Autofahrer haben sich bereits in Kiefersfelden die grüne Vignette gekauft. Foto: TT/Michael Mader

09:01 Uhr

Bereits kurz vor 9 Uhr haben sich am Treffpunkt vor der Autobahnzufahrt Kustein-Nord rund 150 Menschen versammelt, berichtet TT-Reporter Wolfgang Otter. "Minütlich werden es mehr." Die Demonstranten werden mit gelben Warnwesten, Plaketten und Schildern ausgestattet. Um 9.30 Uhr wird sich der Protestzug in Bewegung setzen und auf die Autobahn marschieren.

08:57 Uhr

Auch in unserem Forum wurde in den letzten Tagen heftig über die Vignettenkontrolle diskutiert. Diskutieren Sie mit und melden sich beim TT-Forum an: http://user.tt.com/

Umleitungsstrecken im Überblick

08:53 Uhr
  • Umleitungsstrecke in Fahrtrichtung Deutschland

Ausfahrt Kufstein-Süd, weiter zum Kreisverkehr Eibergstraße und zum Kreisverkehr Tiroler Straße in Kufstein. Beim Wendlinger-Kreisverkehr über die Innbrücke nach Kufstein-Zell und von dort weiter auf der Tiroler Straße bis nach Kiefersfelden.

  • Umleitungsstrecke in Fahrtrichtung Tirol

Ausfahrt Kiefersfelden, weiter zur Bundesstraße und durch Kiefersfelden bis zur Staatsgrenze. Von dort bis nach Kufstein-Zell und über die Unterinntaler Landesstraße bis nach Kirchbichl, wo es dann wieder auf die Autobahn geht.

Maßnahmen für den LKW-Verkehr

Der vom Wochenendfahrverbot ausgenommene LKW-Verkehr wird Richtung Deutschland auf der A12 am Parkplatz Langkampfen und in Richtung Tirol auf Parkplätzen entlang der A93 zwischen Rosenheim und Oberaudorf angehalten.

08:49 Uhr

Wer heute, Sonntag, zwischen 9.30 und 12 Uhr nicht unbedingt durch das Stadtgebiet fahren muss, sollte auf eine Fahrt besser verzichten. Bei unausweichlichen Fahrten sollte Geduld aufgebracht und etwas mehr Zeit als üblich eingeplant werden", erklärt Kufsteins Bezirkspolizeikommandant Walter Meingassner.

Umleitungen

08:48 Uhr

An die 2800 Autos sind stündlich im Schnitt an normalen Sonntagen auf der Autobahn unterwegs, sie sollen während der Zeit der Sperre in möglichst geregelte Bahnen gelenkt werden. 50 Polizisten sind deshalb im Einsatz, um "für die Sicherheit auf der Autobahn, auf den Umleitungsstrecken und im Versammlungsraum zu sorgen. Dabei arbeiten wir auch eng mit den KollegInnen der bayerischen Polizei zusammen“, erklärt Markus Widmann, Leiter der Verkehrsabteilung in der Landespolizeidirektion Tirol.

Das Bild zeigt mögliche Ausweichrouten.

08:45 Uhr

Guten Morgen aus der TT-Redaktion!

Noch ist es in Kufstein ruhig. Ab 9 Uhr werden sich die Demonstranten versammeln, um gemeinsam auf die Autobahn zu marschieren. Für Autofahrer bedeutet das, dass heute Vormittag mit vielen Behinderungen rund um Kufstein zu rechnen ist. An jedem Kreisverkehr werden Exe­kutivbeamte postiert, um die Pkw auf die Umleitungsstrecken zu dirigieren.

Mit unserem Live-Ticker sind Sie umfassend informiert!

Autobahnblockade bei Kufstein

Live-Ticker beendet

13:17 Uhr

An dieser Stelle beenden wir unseren Live-Ticker zur Autobahnblockade. Hintergründe und Reaktionen finden Sie morgen in Ihrer Tiroler Tageszeitung!

13:17 Uhr

Klaus Fink, Geschäftsführer der Asfinag Alpenstraßen GmbH, zeigte sich gegenüber der APA "froh", dass die Blockade gut über die Bühne gegangen war und betonte, dass die Asfinag für den reibungslosen Ablauf auch einen Beitrag geleistet habe. In der Sache erklärte Fink, dass die geltende gesetzliche Regelung vollzogen werden müsse: "Da können keine Ausnahmen gemacht werden." Gleichzeitig wies der Geschäftsführer darauf hin, dass die Asfinag eine "Reihe von Maßnahmen" vorgeschlagen habe, um die Bevölkerung in den Anrainergemeinden zu entlasten. Teilweise seien diese - wie das Lkw-Fahrverbot bei Kufstein-Süd und die Erhöhung der Verkaufskapazitäten der Vignetten an der Grenzen - schon umgesetzt worden. Bei der Hinweistafel auf bayerischer Seite, für die man vorerst keine Genehmigung erhalten habe, sei man weiterhin gesprächsbereit.

12:20 Uhr

Die Kufsteiner Bezirkseinsatzleitung hat Sonntagmittag eine durchwegs positive Bilanz veröffentlicht. Es gab weder Zwischenfälle, noch Verletzte.  Auch der Umleitungsverkehr sei eher gering ausgefallen.

„Wir können eine positive Bilanz des Einsatzes zur Autobahnblockade ziehen und haben keinerlei Vorfälle verzeichnet. Ein herzliches Dankeschön den Blaulichtorganisationen für ihre hervorragende Arbeit und Kooperation“, bedankte sich Christian Bidner, Bezirkshauptmann von Kufstein, bei allen Einsatzkräften und Behördenvertretern in der Bezirkseinsatzleitung.

„Keine Staus und einen problemlosen Verkehrseinsatz“, verzeichnete auch Markus Widmann, Leiter der Verkehrsabteilung in der Landespolizeidirektion Tirol. „Es gab keinerlei Einsätze.“

12:03 Uhr

Auch die Kundgebung in Kufstein löst sich langsam auf. Vereinzelt stärken sich die Demonstrationsteilnehmer noch mit Würstel.

Autobahn wieder befahrbar

11:58 Uhr

Kurz vor 11.30 Uhr konnte die Autobahn zwischen Kufstein-Süd und -Nord für den Verkehr wieder freigegeben werden. Zwischenfälle oder Verkehrsbehinderungen gab es Erstinformationen der Landesverkehrsabteilung zufolge keine. "Der Umleitungsverkehr während der Autobahnblockade hat sich in Grenzen gehalten", heißt es in einer Presseaussendung des Landes.

11:50 Uhr

"Die Autobahn ist mittlerweile wieder geräumt. Die Polizei kontrolliert noch die Strecke", berichtete der Bezirkshauptmann von Kufstein, Christian Bidner, in einer Aussendung des Landes. Der Verkehr auf den Umleitungsstrecken sei großteils gering gewesen, daher habe es kaum nennenswerte Verzögerungen gegeben.

11:36 Uhr

Eine Bildergalerie zur Autobahnblockade wurde eingefügt. (Foto: Zoom-Tirol)

"Mautflüchtlinge werden unsere Dörfer überschwemmen"

11:27 Uhr

Der Rosenheimer Landrat Josef Neiderhell beteiligte sich an der Demonstration auf bayerischer Seite. Der CSU-Politiker sagte gegenüber der deutschen Presseagentur: "Die Kundgebung ist eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit den österreichischen Demonstranten zu zeigen, dass die Mautflüchtlinge unsere Dörfer auf beiden Seiten überschwemmen werden." Die Tiroler wie die bayerische Regierung hatten vergeblich gebeten, die Ausnahmeregelung um ein Jahr zu verlängern, um ein Konzept für den Schutz der Anrainer vor Ausweichverkehr zu entwickeln.

 

11:22 Uhr

Am Baumax-Parkplatz geht die Demonstration unvermindert weiter. Verkehrsbehinderungen gibt es bis dato keine.

10:56 Uhr

Allein auf weiter Flur? Keineswegs, über 2500 Demonstranten sollen sich allein auf Kufsteiner Seite zusammengefunden haben, auf der bayerischen Autobahn waren es ebenfalls Hunderte Teilnehmer.

Mehrere Hundert Demonstranten auf bayerischer Seite

10:54 Uhr

Was halten Sie vom Protest der Kufsteiner Bürger? Diskutieren Sie mit! http://user.tt.com/

10:50 Uhr

Auch auf der A93 bei Kiefersfelden war der Zulauf zur bayerischen Demonstration groß. Mehrere Hundert Menschen sollen sich daran beteiligt haben. Wie auch die Autobahn bei Kufstein wird die deutsche Strecke bis zirka 12 Uhr gesperrt bleiben.

10:46 Uhr

Einen besonders engagierten Demonstranten hat Videoreporterin Silvana Resch für uns eingefangen. Martin Mitterecker aus Kufstein, Mitarbeiter eines Kfz-Betriebes, hat alte Vignetten von Mietwägen gesammelt und sich daraus für den heutigen Tag eine spezielle Montur gebastelt.

Über 1500 Demonstranten

10:34 Uhr

Nun sind offizielle Zahlen der Blockade veröffentlicht worden. Kufsteins Bezirkshauptmann Christian Bidner sprach um 10 Uhr von "mehr als 1500 Demonstranten und der Zulauf hält an". TT-Reporter Wolfgang Otter beziffert die Demonstranten mittlerweile mit rund 2500. Nach Angaben der Landesverkehrsabteilung kommt es derzeit zu keinerlei Behinderungen an den Ausweichrouten.

10:31 Uhr

Die Demonstranten verlassen nach der Kundgebung jetzt die Autobahn. Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel hat Verkehrsministerin Bures noch einmal dazu aufgerufen nach Kufstein zu kommen und sich die Verkehrslage persönlich anzuschauen.

Weitere Proteste nicht ausgeschlossen

10:18 Uhr

Die Kundgebung auf der Autobahn ist mittlerweile voll im Gange. Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ), die nicht anwesend ist, hat zahlreiche Pfiffe geerntet.

Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel hielt eine Rede und schloss darin weitere Proteste nicht aus: "Wenn es notwendig ist, werden wir wieder die Autobahn blockieren." Auch Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer trat ans Rednerpult. "Wenn wir nicht gehört werden, können wir wieder und wieder und wieder demonstrieren." Sein Vorschlag: Die ersten zehn Autobahnkilometer sollten österreichweit mautfrei sein. (Foto: TT/Resch)

10:04 Uhr

Auch auf bayerischer Seite formiert sich der Protest. Dort wird die A93 in Richtung Süden zwischen Kiefersfelden und Kufstein-Süd blockiert. Der Freistaat erlebt dabei eine Premiere: Noch nie wurde eine Demonstration auf einer Autobahn genehmigt. Auch Bayerns Polizei rät Autofahrern, die blockierten Abschnitte zu meiden bzw. großräumig zu umfahren. 

09:52 Uhr

"Mautfrei bis Kufstein-Süd", fordern die Demonstranten. Auf den Plakaten ist auch Kritik an Verkehrsministerin Doris Bures zu lesen: "Bringt uns Bures, dann gibt es Zores.", "Der Bures Wahnsinn" oder "Danke rot und schwarz (schleicht's eich)".

09:49 Uhr

Laut Angaben der Veranstalter sind bereits rund 1500 Demonstranten zusammengekommen. Der Protestzug ist relativ lang, berichtet TT-Reporter Wolfgang Otter. Die Musikkapelle Kufstein begleitet die Menschen auf die Autobahn. Foto: TT/Mader

09:47 Uhr

Seit 9.30 Uhr ist die Inntalautobahn zwischen den Anschlussstellen Kufstein-Süd und Kufstein-Nord für jeden Verkehr gesperrt. Informationen zu Umleitungen finden Sie weiter unten im Ticker.

09:46 Uhr

 „Seit 8.30 Uhr ist bei uns die Bezirkseinsatzleitung im Dienst. Neben Mitgliedern der BH Kufstein sind auch die Polizei und das Baubezirksamt vertreten“, informiert Christian Bidner, Bezirkshauptmann von Kufstein.

Auch das Bezirksrettungskommando Kufstein steht mit Sondereinsatzgruppen in Bereitschaft. Für den Regelrettungsdienst wurden zwei zusätzliche Rettungsfahrzeuge in Niederndorf und in Langkampfen stationiert, um auch bei Staus im Bezirk Kufstein einen schnellen Rettungseinsatz sicherstellen zu können. Rund um das Krankenhaus Kufstein wurde zudem ein Einsatzkorridor errichtet.

Protestzug in Bewegung

09:33 Uhr

Pünktlich um 9:30 haben sich die Kufsteiner nun auf den Weg zur Autobahn begeben. Grob geschätzt dürften es bereits 500 bis 600 Demonstranten sein.

Mit Trillerpfeifen und Plakaten wollen sie auf sich aufmerksam machen. Der Verkehr ist bisher ruhig, auch auf den Ausweichrouten gibt es keine Behinderungen.

09:23 Uhr

Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel, der die Blockade mitorganisiert hat, ist bereits vor Ort. „Unsere Mindestforderung war ein Spielraum, aber das Ministerium will einfach nicht mitarbeiten“, erklärte Krumschnabel am Freitag nach dem Scheitern des Verkehrsgipfels.

09:10 Uhr

Die Demonstranten befürchten eine Verkehrslawine durch die Festungsstadt und steigen deshalb auf die Barrikaden. Foto: TT/Osterauer

09:03 Uhr

Erste Autofahrer haben sich bereits in Kiefersfelden die grüne Vignette gekauft. Foto: TT/Michael Mader

09:01 Uhr

Bereits kurz vor 9 Uhr haben sich am Treffpunkt vor der Autobahnzufahrt Kustein-Nord rund 150 Menschen versammelt, berichtet TT-Reporter Wolfgang Otter. "Minütlich werden es mehr." Die Demonstranten werden mit gelben Warnwesten, Plaketten und Schildern ausgestattet. Um 9.30 Uhr wird sich der Protestzug in Bewegung setzen und auf die Autobahn marschieren.

08:57 Uhr

Auch in unserem Forum wurde in den letzten Tagen heftig über die Vignettenkontrolle diskutiert. Diskutieren Sie mit und melden sich beim TT-Forum an: http://user.tt.com/

Umleitungsstrecken im Überblick

08:53 Uhr
  • Umleitungsstrecke in Fahrtrichtung Deutschland

Ausfahrt Kufstein-Süd, weiter zum Kreisverkehr Eibergstraße und zum Kreisverkehr Tiroler Straße in Kufstein. Beim Wendlinger-Kreisverkehr über die Innbrücke nach Kufstein-Zell und von dort weiter auf der Tiroler Straße bis nach Kiefersfelden.

  • Umleitungsstrecke in Fahrtrichtung Tirol

Ausfahrt Kiefersfelden, weiter zur Bundesstraße und durch Kiefersfelden bis zur Staatsgrenze. Von dort bis nach Kufstein-Zell und über die Unterinntaler Landesstraße bis nach Kirchbichl, wo es dann wieder auf die Autobahn geht.

Maßnahmen für den LKW-Verkehr

Der vom Wochenendfahrverbot ausgenommene LKW-Verkehr wird Richtung Deutschland auf der A12 am Parkplatz Langkampfen und in Richtung Tirol auf Parkplätzen entlang der A93 zwischen Rosenheim und Oberaudorf angehalten.

08:49 Uhr

Wer heute, Sonntag, zwischen 9.30 und 12 Uhr nicht unbedingt durch das Stadtgebiet fahren muss, sollte auf eine Fahrt besser verzichten. Bei unausweichlichen Fahrten sollte Geduld aufgebracht und etwas mehr Zeit als üblich eingeplant werden", erklärt Kufsteins Bezirkspolizeikommandant Walter Meingassner.

Umleitungen

08:48 Uhr

An die 2800 Autos sind stündlich im Schnitt an normalen Sonntagen auf der Autobahn unterwegs, sie sollen während der Zeit der Sperre in möglichst geregelte Bahnen gelenkt werden. 50 Polizisten sind deshalb im Einsatz, um "für die Sicherheit auf der Autobahn, auf den Umleitungsstrecken und im Versammlungsraum zu sorgen. Dabei arbeiten wir auch eng mit den KollegInnen der bayerischen Polizei zusammen“, erklärt Markus Widmann, Leiter der Verkehrsabteilung in der Landespolizeidirektion Tirol.

Das Bild zeigt mögliche Ausweichrouten.

08:45 Uhr

Guten Morgen aus der TT-Redaktion!

Noch ist es in Kufstein ruhig. Ab 9 Uhr werden sich die Demonstranten versammeln, um gemeinsam auf die Autobahn zu marschieren. Für Autofahrer bedeutet das, dass heute Vormittag mit vielen Behinderungen rund um Kufstein zu rechnen ist. An jedem Kreisverkehr werden Exe­kutivbeamte postiert, um die Pkw auf die Umleitungsstrecken zu dirigieren.

Mit unserem Live-Ticker sind Sie umfassend informiert!

„Wir sind froh, dass alles gut abgelaufen ist“, meinte Klaus Fink von der Asfinag. Das Recht auf Meinungsänderung akzeptiere man, daher habe sein Unternehmen bei der Abwicklung mitgeholfen. Trotzdem: „Es muss seit heute kontrolliert werden“, stellte Fink den gesetzlichen Auftrag klar und bedauerte, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen von der Politik blockiert würden. Die Asfinag habe umgesetzt, was sie konnte. Kufstein wartet auf Widerhall aus Wien, denn für Krumschnabel, „muss weiterverhandelt werden“.

Die Tiroler Tageszeitung berichtete in einem Live-Blog von der Demonstration.