Letztes Update am Mi, 18.12.2013 06:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Landespolitik

SPÖ und FPÖ zweifeln an Berechnung

Rot-Blau fordert externe Überprüfung der IVB-Zahlen zu tramloser Peerhöfe-Alternative. Auch ÖVP ändert Meinung nicht.



Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Sie trauen den Zahlen nicht über den Weg. Denn dass der Nicht-Bau des Straßenbahn-Astes in die Peerhofsiedlung der Stadt Innsbruck unterm Strich teurer kommen soll, als dessen Bau, können sich weder FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger noch SPÖ-Klubobmann Arno Grünbacher vorstellen. Wie berichtet, geht eine heute dem Stadtsenat vorliegende Kostenschätzung seitens der Verkehrsbetriebe (IVB) davon aus, dass die Buslösung in die Peerhöfe samt aller aus dem Tram-Aus für die bisherigen Vorarbeiten resultierenden Folgekosten in Summe bis zu 14,79 Mio. € ausmachen würden. Zum Vergleich: Der Tram-Ast wird mit 11,53 Mio. € veranschlagt.

Sowohl FPÖ als auch SPÖ forderten daher gestern die Überprüfung der IVB-Zahlen durch externe Gutachter. „Die IVB als Projektbetreiber können gar nicht objektiv argumentieren“, kritisiert Abwerzger. Dem pflichtet auch Grünbacher bei. Wiewohl BM Christine Oppitz-Plörer (FI) bereits am Montag beteuert hatte, dass der Akt „jeder externen Prüfung standhalte“.

Weder die SPÖ noch die ÖVP wollen sich von der Kostenschätzung in ihrer negativen Peerhöfe-Haltung abbringen lassen. „Wir werden uns von den drei vorgeschlagenen Alternativvarianten die aufwand- und kostengünstigste aussuchen“, kündigte StR Franz Gruber (ÖVP) für die heutige Abstimmung im Stadtsenat an: „Die Welt wird dadurch nicht untergehen.“ Seine Fraktion werde im Senat eben das Minderheitenvotum ziehen müssen, um den Akt dem Gemeinderat zuzuweisen. Grünbacher ärgert dies: „Die Bürgermeisterin täte gut daran, das dem Gemeinderat selbst zuzuweisen.“