Letztes Update am Mo, 20.01.2014 22:06

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Exklusiv

Jeder gegen jeden, das dauert

Seit Jahren wartet Tirol auf eine Lösung der Sprengelarztregelung. Die Ärzte wollen mehr Honorar, die Gemeinden nicht zahlen.

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Von Anita Heubacher

Innsbruck – In rund einem Drittel der 76 Gesundheitssprengel fehlt der Sprengelarzt. Der Job sei vielen zu unlukrativ, erklärt der Direktor der Ärztekammer, Günter Atzl. Für den Bereitschaftsdienst wollten die Ärzte laut Gemeindeverband 240 Euro pro Nacht, die Totenbeschau schlage sich extra zu Buche. „Das war und ist uns zu teuer“, sagt Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf. Der Befund bleibt auch jetzt derselbe. Er sieht vor allem Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (VP) gefordert. Dieser möge endlich eine Gesetzesänderung veranlassen. „Wenn man überhaupt eine Totenbeschau vorschreiben muss, dann soll sie jeder Arzt und nicht nur der Sprengelarzt machen können.“ Die Hälfte der rund 5000 Toten pro Jahr in Tirol würden in den Spitälern sterben. „Da kommt auch kein Sprengelarzt.“

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