Letztes Update am Mi, 21.05.2014 10:01

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Landespolitik

Herwig van Staa mit „Kaiser Maximilian-Preis“ ausgezeichnet

Die Ehrung des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck wird seit 1998 für „außerordentliche Leistungen in der Europäischen Regional- und Kommunalpolitik“ vergeben.



Innsbruck – „Mit der Wahl von Herwig van Staa als Preisträger hat die internationale Jury den Vogel abgeschossen.“ Derart launig drückte Bernhard Vogel, ehemaliger Ministerpräsident der deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz und Thüringen aus, wie sehr der Kaiser-Maximilian-Preis dem Tiroler Landtagspräsidenten zustehe.

Mit der seit 1998 vergebenen, mit 10.000 Euro dotierten Auszeichnung wurde van Staa am Donnerstagabend nach einem landesüblichen Empfang in der Innsbrucker Hofburg für seine Leistungen in der europäischen Regional- und Kommunalpolitik ausgezeichnet. Altlandeshauptmann van Staa ist seit dem Jahr 1996 und seiner Wahl zum Vizepräsidenten der Kammer der Gemeinden beim Europarat in der Europapolitik tätig, seit 2004 als Vizepräsident des Ausschusses der Regionen in der EU.

LH Günther Platter und BM Christine Oppitz-Plörer strichen die Bedeutung der Gemeinden und Regionen he­raus. „Europapolitik kann nie losgelöst von den politischen Vorgängen und Gegebenheiten im eigenen Land gestaltet werden. Es gilt also, die europäische Einigung voranzutreiben und dabei gleichzeitig die Interessen des Landes auf europäischer Ebene einzubringen und zu vertreten. Diese Verknüpfung europäischer mit Tiroler Zielsetzungen beherrscht Herwig van Staa meisterhaft“, gratulierte Platter per Videobotschaft.

Kein Wunder also, dass der aktuelle Preisträger gleich mehrmals mit dem Namensgeber der Auszeichnung, Kaiser Maximilian, verglichen wurde. Nicht zuletzt von seinem langjährigen politischen Weggefährten, Südtirols Altlandeshauptmann Luis Durnwalder. Er freute sich, „dass es der richtige Preis, der richtige Ort und der richtige Zeitpunkt sind“. Auf niemanden passe die Auszeichnung besser als auf den überzeugten Europäer und Gesamttiroler Herwig van Staa, der als Landeshauptmann selbst in der Hofburg viele Ehrungen vergeben habe. Und der Zeitpunkt, kurz vor der EU-Wahl am 25. Mai, könnte nicht besser sein. „Wer die Friedensfunktion der EU nicht schätzt, soll einmal auf die Soldatenfriedhöfe gehen“, rief Durnwalder zur Beteiligung an der Wahl auf.

Durnwalder steuerte auch einige Anekdoten bei. So etwa jene, dass van Staa einen Brief des ehemaligen Papstes Beneditk XVI so lange mit sich herumgetragen habe, um ihn jedem zu zeigen, bis das Papier nicht mehr mitgespielt habe.

Der Geehrte selbst dankte. „Wenn ich in Europa unterwegs war, gab es nie parteipolitische Kritik. Ich konnte das machen, weil ich den Rücken frei hatte. Dafür danke ich Stadt und Land.“ (cm)




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