Letztes Update am Sa, 12.12.2015 08:45

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kampf gegen Terrormiliz

Pentagon kündigt verstärktes Vorgehen gegen IS an

US-Verteidigungsminister Carter kündigte an, den „Sieg über den IS“ beschleunigen zu wollen.

US-Verteidigungsminister Ash Carter (l.) mit seinem britischen Amtskollegen Michael Fallon bei einer Pressekonferenz im Pentagon am Freitag.

© EPAUS-Verteidigungsminister Ash Carter (l.) mit seinem britischen Amtskollegen Michael Fallon bei einer Pressekonferenz im Pentagon am Freitag.



Washington - US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat eine Verstärkung des Kampfs gegen die Jihadistenmiliz IS (Daesh) angekündigt. Die USA wollten „weitere Schritte ergreifen, um unsere Strategie umzusetzen und den Sieg über den IS zu beschleunigen“, sagte Carter am Freitag in Washington.

US-Präsident Barack Obama wird unterdessen am Montag das Verteidigungsministerium besuchen, um über den Kampf gegen den IS in Syrien und dem Irak zu beraten. Geplant sei dabei auch eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats, erklärte das Weiße Haus. Die USA fliegen in Syrien und im Irak Luftangriffe auf IS-Ziele. Die Organisation hat in Teilen beider Länder eine brutale Herrschaft errichtet.

Irak beschwert sich bei UNO über türkische Truppen

In einem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat hat sich der Irak indes über die Stationierung türkischer Soldaten in dem Land beschwert. In dem Schreiben zeigte sich der irakische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mohammed Ali Alhakim, nach den Worten von Ratspräsidentin Samantha Power besorgt über die Lage. Forderungen stellte Alhakim laut Power nicht.

Die Türkei hatte in der vergangenen Woche mehrere hundert Soldaten sowie mehr als 20 Panzer in Bashika nördlich der Stadt Mosul im Nordirak stationiert. Nach türkischen Angaben sollen dort neben kurdischen Peschmerga auch sunnitische Anti-IS-Kämpfer aus dem Irak ausgebildet werden. Die irakische Zentralregierung hatte wütend auf die Stationierung der türkischen Soldaten reagiert. Diese sei ohne Zustimmung Bagdads erfolgt und sei eine Verletzung der staatlichen Souveränität des Iraks. Bagdad stellte der Türkei ein Ultimatum zum Truppenabzug, das jedoch ohne ein Einlenken Ankaras verstrich.

Die US-Botschafter bei der UNO, Power, bekräftigte die Haltung der USA, wonach jegliche Truppenpräsenz im Irak im Einverständnis mit der Regierung in Bagdad erfolgen müsse. Die Regierungen beider Länder forderte sie auf, eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen. (APA/AFP)


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