Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 13.12.2015


Klima-Konferenz

„Fossiles Zeitalter geht zu Ende“

Österreichs Umweltminister Andrä Rupprechter sieht einen „historischen Klima-Schritt“.

Umweltminister Andrä Rupprechter im Gespräch mit dem finnischen Umweltminister Kimmo Tiilikainen.

© BMLFUW/StrasserUmweltminister Andrä Rupprechter im Gespräch mit dem finnischen Umweltminister Kimmo Tiilikainen.



Paris – Rupprechter zeigte sich gestern Abend gegenüber der TT mit dem Ergebnis des Klimagipfels von Paris „sehr zufrieden“. Der im Vorfeld geäußerten Skepsis zum Trotz sei ein Abkommen historischen Ausmaßes getroffen worden, welches jetzt „definitiv das Ende des fossilen Zeitalters einläutet“. Laut Rupprechter sei es gelungen, eine „universell gültige und rechtlich verbindliche Übereinkunft“ zu treffen, um die Erderwärmung nicht nur auf unter 2 Grad, sondern sogar auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen.

Die EU habe in den Verhandlungen große Einigkeit gezeigt und sei deshalb sehr erfolgreich gewesen, weil gerade auch die großen Emittenten USA und China der „Koalition der Ambitionierten“ beigetreten seien und sich an den Klimazielen beteiligen würden.

Die EU hat sich laut Rupprechter verpflichtet, die Emission von Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent unter das Niveau von 1990 zu drosseln. „Das ist sehr ambitioniert, aber auch machbar.“ Weltweit, aber natürlich auch in Österreich gelte bis hinunter zu kleineren Firmen und Gemeinden, dass Investitionen in fossile Systeme Fehlinvestitionen seien. Das Klima-Abkommen sei aber auch ein klares Signal für „raus aus der Kohle und raus aus der Atomkraft“. In der EU brauche es dafür einen „Energiewende-Vertrag“.

Österreich werde es schaffen müssen, seine Stromproduktion und den Verbrauch zu 100 Prozent mit regenerierbarer Energie zu bewerkstelligen, so der Minister. Der Anteil von fossiler Energie wie Öl und Gas müsse kräftig zurückgehen. (va)