Letztes Update am Do, 01.12.2016 16:19

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Wahlen 2016

Clintons Vorsprung auf Trump wächst auf 2,5 Millionen Stimmen

2,5 Millionen Menschen mehr haben Hillary Clinton gewählt als den designierten US-Präsidenten Donald Trump. Das Wahlsystem wurde ihr zum Verhängnis.

Hillary Clinton erhielt Millionen Stimmen mehr - und zieht dennoch nicht ins Weiße Haus ein.

© AFPHillary Clinton erhielt Millionen Stimmen mehr - und zieht dennoch nicht ins Weiße Haus ein.



Washington – Die Demokratin Hillary Clinton hat trotz ihrer Niederlage bei der US-Präsidentenwahl über 2,5 Millionen Stimmen mehr geholt als der Republikaner Donald Trump. Das berichtete die „New York Times“ am Donnerstag unter Berufung auf inoffizielle Zahlen des Cook Report. Für Clinton stimmten nach derzeitigem Stand der Auszählung demnach 65,15 Millionen Menschen und für Trump 62,62 Millionen.

Diese Zahlen sind aber für den Wahlausgang unerheblich. Das Wahlsystem der USA ermöglicht eine Niederlage trotz einer Mehrheit der Stimmen. Trump gewann, weil er im entscheidenden Gremium der Wahlleute die Mehrheit errang.

Der gewählte Präsident behauptete über Tage ohne Beweis, ohne massiven Wahlbetrug hätte er auch die Mehrheit aller Stimmen gewonnen. Nach einhelliger Meinung von Wahlexperten und der Wahlkommissionen der US-Bundesstaaten ist die Behauptung von Wahlbetrug im großen Stil eine Verschwörungstheorie, die jeder sachlichen Grundlage entbehrt.

Clintons Vorsprung auf Trump ist nun fünf Mal so groß wie der des Demokraten Al Gore auf George W. Bush im Jahr 2000. Auch Gore verlor wegen einer Niederlage im Gremium der Wahlleute.

Clintons großer Vorsprung befeuert eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit des Wahlsystems in den USA. (APA/dpa)


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