Letztes Update am Mi, 21.11.2018 07:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Weltpolitik

UNO-Migrationspakt: Auch Australien lehnt Abkommen ab

Auch Australien stellt sich gegen den Pakt der Vereinten Nationen, der Migration organisieren und eindämmen soll. Das Land befürchtet, der Pakt könne illegale Migration ermutigen.

© AFPDer australische Premierminister Scott Morrison ist ein Architekt der rigorosen Anti-Einwanderungspolitik Australiens.



Sydney – Die Liste der Länder, die den umstrittenen UN-Migrationspakt ablehnen, wird länger. Australiens konservative Regierung erklärte am Mittwoch, der Pakt könnte zur „illegalen“ Einwanderung in das Land ermutigen. Dies bedrohe hart erkämpfte Erfolge im Kampf gegen den Menschenschmuggel.

Der Migrationspakt sei nicht im Interesse Australiens und stehe im Widerspruch zur Politik seiner Regierung, erklärte Premierminister Scott Morrison. Morrison ist einer der Architekten der harten Einwanderungs- und Asylpolitik Australiens. Die Regierung fängt Flüchtlinge, die Australien auf Booten erreichen wollen, ab und hält sie in Lagern auf Pazifikinseln fest.

Annahme für Mitte Dezember geplant

Der UN-Migrationspakt soll bei einer Konferenz am 10. und 11. Dezember in Marokko angenommen werden. Im Juli hatten sich die Vereinten Nationen nach 18 Monaten auf die Endfassung des Dokuments geeinigt, mit dessen Hilfe illegale Einwanderung verhindert und legale Einwanderung besser gesteuert werden soll.

Inzwischen hat sich aber eine Reihe von Ländern gegen den Migrationspakt gestellt, darunter die USA, Österreich, Polen und Ungarn. (APA/AFP)