Letztes Update am Di, 09.07.2019 14:47

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Asyl

Flüchtlinge: Zahlen über Mittelmeerrouten 2019 weiter gesunken

Von Jänner bis Juni 2019 wurde insgesamt 3400 Flüchtlingsankünfte registriert. Im ersten Halbjahr 2018 waren es noch rund 17.000.

Freiwillige Helfer auf der griechischen Insel Lesbos bahnen sich den Weg durch Hunderte von Flüchtlingen zurückgelassene Schwimmwesten.

© AFPFreiwillige Helfer auf der griechischen Insel Lesbos bahnen sich den Weg durch Hunderte von Flüchtlingen zurückgelassene Schwimmwesten.



Brüssel/Wien – Die Flüchtlingszahlen über das Mittelmeer sind auch 2019 weiter gesunken. In Frontex-Kreisen hieß es am Dienstag, dass im ersten Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 allein auf der zentralen Mittelmeerroute Richtung Italien eine Abnahme um 80 Prozent eingetreten sei. So wurden von Jänner bis Juni 2019 insgesamt 3400 Flüchtlingsankünfte registriert. Im ersten Halbjahr 2018 waren es demnach noch rund 17.000 gewesen.

-

Auch auf der westlichen Mittelmeerroute Richtung Spanien gab es einen Rückgang um rund 27 Prozent auf 10.470 Flüchtlinge. Von Jänner bis Mai 2018 waren es noch mehr als 14.300 gewesen. Nur auf der östlichen Mittelmeeroute Richtung Griechenland gab es einen geringfügigen Anstieg um drei Prozent - auf nunmehr 15.450. Im Vergleichszeitraum 2018 waren es rund 15.000. Insgesamt wurden über das Mittelmeer damit im laufenden Jahr gut 29.000 Ankünftige registriert. Im ersten Halbjahr 2018 waren es noch 46.300 gewesen. Das ist ein Gesamtminus von gut 37 Prozent.

Schwerer sind die Zahlen über die Westbalkanroute zu ermitteln. Hier heißt es bei Frontex, dass die Zahlen wöchentlich schwanken. Insgesamt gebe es hier einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Genaue Daten lagen nicht vor, vor allem auch, weil Flüchtlinge bei mehreren Grenzübergängen über die Westbalkanroute auf dem Weg in die EU auch mehrmals gezählt worden seien. (APA)

-