Letztes Update am Fr, 06.09.2019 14:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kuriosum bei US-Wahl

Kalifornier haben 2020 die Wahl zwischen Raul Ruiz und Raul Ruiz

Verwirrendes Kuriosum in Kalifornien: Der demokratische und der republikanische Bewerber für den Einzug ins Repräsentantenhaus bei der Wahl 2020 haben den selben Namen.

Raul Ruiz sitzt  seit 2013 für die US-Demokraten im Repräsentantenhaus. Sein republikanischer Widersacher bei der Wahl 2020 heißt ebenfalls Raul Ruiz.

© AFPRaul Ruiz sitzt seit 2013 für die US-Demokraten im Repräsentantenhaus. Sein republikanischer Widersacher bei der Wahl 2020 heißt ebenfalls Raul Ruiz.



Washington – In einem Wahlkreis in Kalifornien kämpfen 2020 zwei Kandidaten um einen Sitz im US-Kongress, die exakt denselben Namen tragen: Gegen den demokratischen Abgeordneten Raul Ruiz, der seit 2013 im Repräsentantenhaus sitzt, tritt ein bisher weitgehend unbekannter Republikaner an, der ebenfalls Raul Ruiz heißt.

Der republikanische Geschäftsmann startete am Donnerstag seine Kampagne und warb in einem Video damit, der „richtige Raul Ruiz für den Kongress“ zu sein. Der 47-jährige Demokrat Ruiz wurde seit seinem Einzug ins Repräsentantenhaus 2013 bei jeder Wahl wiedergewählt. Der Republikaner Ruiz will nun mit seinem Werdegang gegen den Arzt und Harvard-Absolventen punkten: Er habe selbst als Erntehelfer gearbeitet und sei zeitweise obdachlos gewesen, berichtete er in seinem Video. Dann sei er Zimmermann geworden und habe ein Unternehmen mit hunderten Mitarbeitern gegründet.

Der Republikaner warf seinem Namensvetter Ruiz und anderen „radikalen Liberalen“ vor, die Menschen mit „Almosen“ von der Regierung abhängig zu machen und ihnen so den amerikanischen Traum zu verwehren.

Präsidentschafts- und Kongresswahlen im November 2020

In den USA finden im November 2020 Präsidentschafts- und Kongresswahlen statt. US-Präsident Donald Trump hat schon im Sommer seine Bewerbung um eine zweite Amtszeit verkündet. Die Republikaner hoffen zudem darauf, den oppositionellen Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus wieder abzunehmen. (APA/AFP)