Letztes Update am Di, 23.10.2012 06:00

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nachlese zur Debatte

Barack Obama punktete in der letzten TV-Debatte – aber nicht entscheidend

In der letzten TV-Debatte konnte Barack Obama erneut punkten, wie Umfragen nach dem teilweise hart geführten Schlagabtausch zeigen. Die Wahl bleibt aber dennoch ein offenes Rennen.

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Washington – Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl haben Amtsinhaber Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney bei der letzten TV-Debatte um die noch unentschlossenen Wähler geworben. Beim Thema Außenpolitik stritten die Kontrahenten am Montagabend (Ortszeit) unter anderem über die richtige Strategie im Verhältnis zum Iran, zu China und zur arabischen Welt.

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Obama und Romney machten jeweils klar, dass sie eine weltweite Führungrolle für die USA beanspruchen. „Amerika muss stark sein. Amerika muss führen“, sagte Romney. Ganz ähnlich Obama, er unterstrich aber zugleich seine eigenen Erfolge. „Die Welt braucht ein starkes Amerika.“ Die USA seien jetzt stärker als vor vier Jahren. Zudem habe er nach der Ära seines Vorgängers George W. Bush die Beziehungen zu vielen Staaten und Verbündeten verbessert, sagte Obama. Dazu zähle auch Europa.

„Außenpolitik der 80er“

Der Demokrat warf seinem republikanischen Herausforderer eine rückwärtsgewandte außenpolitische Agenda vor. Mit der Bezeichnung Russlands als „geopolitischen Gegner“ führe der ehemalige Gouverneur von Massachusetts die USA auf einen Standpunkt des Kalten Krieges zurück, sagte der Präsident. „Sie wollen offenbar die Außenpolitik der 80er Jahre zurückholen“, warf Obama seinem Gegner vor. Für die in Umfragen faktisch gleichauf liegenden Kontrahenten war es die letzte große Chance, sich landesweit in Szene zu setzen. Von Beginn an gaben sich beide angriffslustig.

Romney beharrte bei der Debatte in Boca Raton (Florida) darauf, dass Obamas Politik gegenüber dem Iran kein Erfolg gewesen sei. „Der Iran ist jetzt näher an Atomwaffen als vor vier Jahren“, warf er dem Präsidenten vor. Beide Politiker bekräftigten, dass sie keine atomare Bewaffnung des Iran dulden würden. „Solange ich Präsident der Vereinigten Staaten bin, wird Iran keine Atomwaffen erhalten“, sagte Obama. Außerdem betonte der Präsident seine Unterstützung für den engen Verbündeten Israel, der sich durch das iranische Atomprogramm direkt bedroht sieht. „Ich werde an der Seite Israels stehen, wenn es angegriffen wird“, sagte er.

Wir wünschen an dieser Stelle einen GUTEN MORGEN. Hier die Nachlese der letzten Debatte in einem offenen Rennen um das Weiße Haus:

5:24 Uhr: Top-Tweetet derzeit: „Wir haben auch weniger Pferde und Bajonette.“ Dieser Satz wird Romney noch verfolgen.

5:22 Uhr: Wer hatte die stärkeren Argumente, wollte Reuters in einer Live-Poll wissen: 63 Prozent Obama, 33 Prozent Romney.

5:19 Uhr: Darin dürften sich alle einig sein: Eine Sido-Heinzl-Auseinandersetzung war das nicht, auch wenn es zeitweise ein unterhaltsamer Schlagabtausch war. Nach Sendungsende wurden jedenfalls die Hände nur geschüttelt.

5:15 Uhr: 48 Prozent zu 40 Prozent für Barack Obama in einer ersten repräsentativen Umfrage von CNN.

5:14 Uhr: Polls!

TT Online meint: Barack Obama konnte in der dritten Debatte punkten. Mitt Romney wirkte vor allem beim Thema des Abends, der Außenpolitik, unsicher. Entspannen und angreifen konnte er, als es um die Wirtschaft und das Budget (Militär), Steuern und Bildung ging.

Einen bösen, aber wirkungsvollen Schlag konnte Obama Romney versetzen, als er ihn wie ein kleines Kind darüber belehrte, dass das US-Militär sich entwickelt hat. „Sie haben die Navy erwähnt und dass wir weniger Schiffe haben als 1916. Gouverneur, wir haben auch weniger Pferde und Bajonette, weil sich die Natur unseres Militärs verändert hat. Wir haben diese Dinge, die man Flugzeugträger nennt, auf denen Flugzeuge landen können. Wir haben diese Schiffe, die unter Wasser gehen können, Atom-U-Boote.“

Mitt Romney allerdings wirkte in weiten Strecken gut informiert, sprach pointiert und sammelte - auch mit Hilfe von einstudierten Slogans - Punkte und wohl auch Wählerstimmen. Wenngleich Obama seinen „Commander in Chief“-Vorteil ausspielen konnte, wird die Debatte wohl nicht die Wahl entscheiden, noch wird sich am Kopf-an-Kopf-Rennen viel ändern.

On-Topic war es ein Punkte-Sieg für Obama. Off-Topic - und das war die Debatte aufgrund der fehlenden Moderation über lange Strecken - konnte Romney punkten.

Wir werden die Wahlnacht abwarten müssen, wenn nicht etwas unvorhergesehenes passiert. Das Rennen bleibt spannend.

4:57 Uhr: Interessante Zählung: Israel wurde 22 Mal während der Debatte erwähnt. Europa, Japan und Indien: Null Erwähnungen! Frau Huffington dazu: „Ich hätte nicht gedacht, dass Mali öfter genannt wird als Europa.“

4:54 Uhr: Heidi Glück, österreichische Polit- und Wirtschaftsberaterin twittert: „Obama hatte leichte Vorteile als amtierender Präsident bei Aussenpolitik, war kämpferischer und offensiver, insgesamt ziemlich ausgewogen.“

4:52 Uhr: Auf Fox News nannte gerade Kommentator Joe Trippi die Debatte: „The Big Hug“ mit Verweis auf die wenig strittigen Positionen, die Mitt Romney eingenommen hat.

4:50 Uhr: Ariana Huffington kritisiert in einem Tweet die Performance des Moderators: „Über die Moderatoren würde ich sagen: Frauen 2, Männer 0“, verweist die HuffPost-Chefin auf die guten Debatten unter Frauen-Moderation versus den blutleeren und schlechten Debattenführungen durch die männlichen Kollegen.

4:46 Uhr: Die ersten Reaktionen. „Mitt hatte offensichtlich keine Ordner zum Thema Außenpolitik“, twittert John Kerry in Anspielung auf Romneys „Ordner voller Frauen“-Spruch in der zweiten Debatte. „Chief in Command“, titelt die Huffington Post. Und auf CNN unterhalten sich die Kommentatoren über die sehr demokratischen Positionen, die Mitt Romney eingenommen hat, inklusive seinen Forderungen nach einer Stärkung der „Zivilgesellschaft“. Romney habe wieder viele seine Positionen gewechselt.

Jetzt folgen die Analysen, Blitzumfragen und Co. Wir bleiben weiterhin dran - doch jetzt erstmal einen Kaffee!

+++ ENDE DER DEBATTE +++

4:29 Uhr: Wir sind bereits beim Schlusswort. Dieses werden wir wohl nachliefern müssen. Jedes Wort genauestens einstudiert, jeder Satz sorgfältig gewählt.

4:24 Uhr: Mitt Romney ist nun wieder auf dem „Amerika wird wunderbar“-Trip. Wenn er die Beziehungen mit China manage, werde es mehr Jobs geben. „Gouverneur Romney hat recht, Sie haben Ahnung davon Jobs nach Übersee zu exportieren, weil Sie in Unternehmen investiert haben, die das getan haben. Wenn wir Ihren Rat annehmen würden, dann würden wir Autos aus China kaufen, statt Autos an China zu verkaufen.“

4:18 Uhr: Romney benennt den Iran als größte Bedrohung der nationalen Sicherheit. Dann redet er über China und lobt das Land in selten gehöhrten Worten: „China will keinen Krieg, China ist nicht interessiert an einer instabilen Welt, China möchte nicht dass es Chaos gibt - weil in China 20.000 äh 20 Millionen Menschen pro Jahr von Land in die Städte wandern. Diesen muss China Jobs bieten.“ Allerdings möchte Romney, dass sich China an Regeln hält.

4:18 Uhr: Obama: „Die größte Gefahr für unsere nationale Sicherheit geht sicherlich weiter von terroristischen Netzwerken aus.“ Zu China hat er auch einiges zu sagen. Unter anderem verweist Obama auf Handelsstreitigkeiten, in denen er durchaus zum Schutz der US-Wirtschaft harte Positionen eingenommen hat.

4:10 Uhr: Ob es Zeit sei, sich vom Alliierten Pakistan zu verabschieden, fragt Schieffer nach. „Wir können nicht einfach Pakistan hinter uns lassen“, sagt Romney. Schieffer will noch seine Position zum Einsatz von Drohnen wissen. Romeny erklärt, dass der Einsatz dieser Roboter richtig sei. Obama verweist auf die Leistungen seiner Regierung. In diesen Ländern haben die USA neue Verbündete gesucht und gefunden. „Die USA können heute stolz sein“, meint Obama und zählt auf, welche Staaten von den Vereinigten Staaten im Arabischen Frühling unterstützt worden waren. Obama setzt noch nach: „Al Kaida ist heute schwächer, als ich ins Amt kam.“ Dann wechselt Schieffer das Thema und leitet seine Frage mit „dem Aufstieg Chinas“ ein. Er will aber wissen, was die größte Bedrohung für die Nationale Sicherheit sei.

4:05 Uhr: Schieffer wechselt das Thema und möchte über Afghanistan und Pakistan sprechen. Romney spricht hier wieder sehr oberflächlich, aber effektiv. Etwa in dem Moment in dem es um den „Alliierten“ Pakistan geht. „Wir sollten die Hilfe, die wir Pakistan bezahlen an Bedingungen, Benchmarks, die ständig geprüft werden, knüpfen.“ Das hört sich so an, als ob die USA derzeit Geld einfach ohne zu fragen transferieren würden. Und genau das ist das Problem von Barack Obama mit diesem Gegner. Er lässt ihn schlecht aussehen, indem er solche und viele andere Halbwahrheiten verbreitet. Denn natürlich gibt es solche Bedingungen schon jetzt.

4:02 Uhr: Schieffer schaltet sich ein und will wissen, wie die Kandidaten reagieren würden, wenn Israel erklären würde, dass Bomben unterwegs seien. Romney will über so etwas „hypothetisches nicht theoretisieren“. Schade. Obama hingegen verbeißt sich in den Details der Argumente, die Romney vorgelegt hat. Leider ineffizient.

3:58 Uhr: Und nochmals der Verweis darauf, dass Obama als US-Präsident nicht in Israel war. Obama beantwortet das damit, dass er als Kandidat in Israel war und nicht irgendwelche „Sponsoren-Abendessen“ und Fundraiser besucht habe (was Romney tatsächlich hat). Obama habe die Holocaust-Gedenkstätte besucht, um sich daran zu erinnern, was „das Böse“ anrichten könne. Er habe Familien besucht, die von Hamas-Raketen heimgesucht wurden, was ihn daran erinnert habe, warum die Bande mit Israel „unzerbrechlich“ ist.

3:55 Uhr: Romney kritisiert, dass Obama, kaum dass er das Amt übernommen habe, auf „Entschuldigungs-Tour“ durch die Welt gegangen wäre und Amerika überall schlecht gemacht habe. Eine Behauptung, die Barack Obama beantwortet: „Das ist einfach nicht wahr.“

3:52 Uhr: Beim Thema Iran wieder ein Eindruck, der sich im Laufe der Debatte erhärtet: Mitt Romney würde alles, was die Obama-Administration getan hat und tun wird ebenfalls tun, nur er würde es irgendwie besser, schneller und vor allem mehr davon.

3:50 Uhr: Die Antworten sind erstaunlich unklar, von beiden.

3:48 Uhr: Nun geht es um Isreal. Schieffer will wissen, ob die beiden Kandidaten eine Attacke auf Israel als Attacke auf die USA definieren würden.

3:45 Uhr: „Bisher lässt Bob Schieffer Jim Lehrer (Moderator der ersten Debatte Anm.) aussehen, als ob dieser auf Crack war“, kommentiert der Guardian im Liveticker. Na ja. Der CBS-Mann ist wirklich etwas lahm. Kontrolle sieht anders aus. Gute Debattenführung auf. Vielleicht entscheiden erstmals in der Geschichte Moderatoren den Wahlkampf...

3:43 Uhr: Romney behauptet, dass die Marine kleiner sei, als jemals zuvor. „Wir haben weniger Schiffe als jemals zuvor“, klagt er. „Wir haben auch weniger Pferde und Bajonette. Wir haben Dinge, wie Flugzeugträger, wo Flugzeuge drauf landen können. Und wir haben Atom-U-Boote.“

3:40 Uhr: Obama kehrt zum Thema Militär zurück und erwähnt: „Wir geben mehr Geld für das Militär aus, als die nächsten zehn folgenden Staaten in der Liste mit China, Russland usw.“. Beim Militär müsse man nicht nur über Budgets sprechen, sondern über Möglichkeiten. Sparmaßnahmen seien notwendig, weil das Defizit ebenfalls ein Problem für die Nationale Sicherheit sei.

3:38 Uhr: Jetzt ist auch Schieffer aufgewacht. „Kommen wir zurück zur Außenpolitik. Viel von dem was gerade gesagt wurde, haben wir schon in den vorangegangenen Debatten gehört.“ Stimmt. Wer kann das ändern? Schieffer. Er tut es nur nicht. Jetzt ist gerade Arizona Thema.

3:36 Uhr: Romney streift viele innenpolitische Themen. Barack Obama antwortet: „Als Sie Gouverneur waren, haben Sie mittelständischen Unternehmen nicht besonders geholfen.“

3:32 Uhr: „Die USA sind heute stärker als zu dem Zeitpunkt, als ich das Amt übernommen habe“, steigt Obama in den Ring. In all jenen Regionen, von denen die Rede war „sind Romneys Berate bisher sehr unerfolgreich gewesen“, weist Obama auf das Berater-Team hin, das Romney zu 90 Prozent von George W. Bush übernommen hat. Mitt Romney antwortet mit Innenpolitik: 23 Millionen Arbeitslose. Die USA würden sich außerdem zu sehr auf China konzentrieren. „Lateinamerika bietet uns große Möglichkeiten, die nicht genutzt werden. Die Zeitzone, die Sprache.“

3:29 Uhr: Die Rolle der USA in der Zukunft wird abgefragt: „Wir wollen Konflikte beenden. Dazu müssen aber die USA stark sein. Um zu führen muss die Wirtschaft funktionieren.“ Zugegeben. Diese Sätze hören sich sehr präsidentenhaft an. „Wir müssen Entscheidungen in großer Unsicherheit treffen. Deshalb brauchen wir ein starkes Militär.“

3:26 Uhr: Nach Syrien geht es um die Jugend in Ägypten. Die Frage zielte eigentlich darauf ab, ob die USA Mubarak die Stange hätten halten sollen. Eher nicht, meinen beide. Ach ja: Bildung, Wirtschaft... viele, viele Schlagworte von beiden Kandidaten. Romney nutzt die Frage, um auf ein starkes Militär zu pochen und auf Budgetkürzungen im Verteidigungsetat zu verweisen, die er ablehnt.

3:20 Uhr: Obama hakt nach: „Wir helfen der Opposition.“ Und er verweist auf Libyen und die „verantwortungsvolle“ Art und Weise, wie die USA hier vorgegangen sind, um zu helfen Gaddafi zu stürzen. Schieffer fragt Romney, ob er für eine Luftsperre über Syrien sei. Romney will weiterhin „Waffen“ liefern. Zur Selbstverteidigung natürlich. Die USA sollten organisatorisch helfen. „Das ist genau das was wir tun, Mr. Romney hat gerade auseinandergesetzt, dass er keine anderen Ideen hat, als das, was wir schon tun.“

3:19 Uhr: Romney will die „vernünftigen Kräfte“ in Syrien ansprechen, organisieren und bewaffnen. Gleichzeitig aber sicherstellen, dass die Waffen „down the road“ nicht gegen die USA eingesetzt werden. Wie? Jemand sollte mal wirklich fragen: „Wie?“

3:17 Uhr: Nun geht es um Syrien. Obama hat das erste Wort. Er weist auf Sanktion hin, humanitäre Hilfe und die Interessen von Israel. „Was dort passiert ist herzzerreißend. Doch dass wir militärisch verwickelt werden - das ist ein schwerer Schritt.“ Dann folgt Kritik an Romneys Vorschlag, mit schweren Waffen auszuhelfen. Das wäre dann wohl eine „militärische Verwicklung“.

3:16 Uhr: Obama spricht über „Nation-Building“, also die Entwicklungshilfe für Staaten in der Region. Nach Punkt 5 hat jeder vergessen was Punkt 1 war. Der Eindruck, dass der Mann weiß, wovon er spricht bleibt.

3:12 Uhr: Obama führt fort, was er seit der ersten Debatte gelernt hat: Mitt Romneys Behauptungen will er nicht stehen lassen ohne diese richtig zu stellen. Dazu zählt er diverse Positionsänderungen Romneys in den letzten Monaten vor. Richard Adams vom Guardian hat Statistik anzubieten: Romney habe wieder Mali erwähnt. Bereits zum zweiten Mal. „Das bedeutet eine 200-Prozent-Steigerung bei der Nennung von Mali in der Geschichte von US-Präsidentschafts-Debatten.“

3:10 Uhr: Obama spricht über die letzten vier Jahre. Über Irak und Afghanistan, Länder aus denen die USA sich nun zurückziehen. Obama spricht Romney an, er biete keine Strategie. Er antwortet: „Meine Strategie ist ziemlich simpel. Jage die Bösen.“ Dann spricht er wieder über jede Menge Chaos in quasi jedem Land im Nahen Osten. Außerdem bezeichnet er Al-Kaida als „Bedrohung“. Hier hakt Obama ein: „Ich bin froh, dass Sie Al-Kaida als Bedrohung anerkennen. Vor kurzem haben Sie Russland als größte Bedrohung für die USA identifiziert.“

3:05 Uhr: Mitt Romney spricht: Er spricht von den Veränderungen, die der Arabische Frühling hätte bringen sollen. Und die Rückschläge in diesem Prozess. Mali, Libyen, Ägypten, Iran. „Wir können uns aus diesem Chaos nicht heraustöten“, sagt er und fordert eine „schlüssige Strategie“.

3:04 Uhr: Es geht mit dem für Obama unangenehmen Thema Libyen und die dortige Botschafts-Attack los.

3:03 Uhr: Bob erklärt die Regeln und erinnert an die Kubakrise.

3:00 Uhr: Bob Schiefer heißt das Publikum Willkommen. „The questions are mine“, meint er. Klar, er stellt die Fragen. Dann ruft er die Kandidaten auf die Bühne, die sich artig die Hände schütteln. Das Publikum macht seinen Job und klatscht.

„I‘ts crunch time“, sagt einer der CNN-Leute. Bühne frei!

2:59 Uhr: Heute debattiert übrigens Obama, der erste schwarze US-Präsident, zum letzten Mal in einem US-Präsidentschaftswahlkampf. Wir tippen hier Geschichte.

2:58 Uhr: Bob Schieffer sitzt mit dem Rücken zum Publikum und wartet auf Barack Obama und Mitt Romney, die beiden Bewerber für das Amt des US-Präsidenten.

2:56 Uhr: Nochmal durchatmen. Auf CNN wird „analysiert“. Alle blicken superentspannt der Debatte entgegen, wollen uns alle möglichen Parteimanager gerade einreden. Es steht ja nichts auf dem Spiel... Schauen wir, wie „cool“ die beiden wirklich sind.

2:54 Uhr: Schieffer hofft auf eine Debatte, die dem Amt gerecht wird. Mal sehen. Zuletzt war die „Debatte“ ein echter Hahnenkampf.

2:53 Uhr: Tobias Ham schreibt bei uns auf Facebook: „Die Tatsache, dass ein notorisch lügender, Volkswirtschaft mit Hedgefonds-Management verwechselnder, steuernhinterziehender Mormone ohne jegliche Regierungserfahrung, der die Hälfte der Amerikaner für irrelevante Schnorrer hält, jetzt eine durchaus existierende Chance auf die Präsidentschaft hat, ist ein erbärmliches Armutszeugnis für dieses Land.“ Wir lassen das mal unkommentiert stehen...

2:50 Uhr: Noch eine Tasse Kaffee bevor es los geht. Nur noch 10 Minuten!

2:45 Uhr: Michelle Obama und Ann Romney haben im Publikum Platz genommen.

2:42 Uhr: „Wer heute patzt, hat fast verloren“, titelt der Spiegel derzeit. Dem kann man sich anschließen. Viele Chancen bieten sich den beiden Kandidaten bis zum Wahlabend nicht mehr, das Rennen entscheidend zu beeinflussen. Heute wartet letztmalig ein Millionenpublikum.

2:35 Uhr: Im WPAC gibt es erstmals Applaus. Der Saal ist voll und Bob Schieffer, der heutige Moderator begrüßt das Publikum vor Ort.

2:33 Uhr: Zeit für Kaffee.

2:30 Uhr: Es ist echt verdammt früh! Aber es sind nur noch 30 Minuten bis zum Debattenstart und das Warten lohnt sich. Wer will kann übrigens auf Facebook gerne Fragen stellen. www.facebook.com/TirolerTageszeitung

2:26 Uhr: Beim britischen Guardian hat das New-York-Team folgendes gezählt: Bisher wurden den beiden Kandidaten in den zwei vorhergehenden Debatten erst 17 unterschiedliche Fragen gestellt. Dabei spielte Innenpolitik in einem Verhältnis von 16:1 die bestimmende Rolle. Das Verhältnis der gegenseitigen Attacken zwischen Obama und Romney steht 27 zu 25.

2:19 Uhr: Heute erwarten US-Wahlbeobachter übrigens, dass es einen neuen Zuschauer-Rekord in der Geschichte der „Presidential Debates“ geben könnte. Die erste Debatte in dieser Reihe erreichte in den USA 67 Millionen Zuseher. Heute wird die ganze Politik-interessierte Welt zusehen. ABC, NBC und CBS, die drei großen US-TV-Netzwerke senden live (nur Fox zeigt lieber Major League Baseball, was die Rekordjagd erschweren könnte). CNN, CNBC, MSNBC, Fox News, C-SPAN, Current TV und Univision haben die Debatte ebenfalls im Programm. International werden CNN International, BBC World News, TV5 Monde und viele andere dabei sein. Auch der ORF überträgt auf ORF 3.

2:17 Uhr: Wie knapp das Rennen um das Weiße Haus derzeit ist wird aus den Umfragen insgesamt ersichtlich. Seit Samstag sind acht nationale Umfragen veröffentlicht worden. In drei hatte Obama einen knappen Vorsprung auf Romney, in drei war es umgekehrt und in zwei Umfragen lagen die beiden Kandidaten gleichauf.

2:08 Uhr: Die Ausgangslage vor dem Duell ist spannend. Barack Obama liegt im Durchschnitt aller Umfragen derzeit knapp hinter Mitt Romney ( http://go.tt.com/VwQZz1 ). Im Elektorat führt Obama noch deutlich, allerdings ist eine Wahl ohne die Stimmen aus Ohio, Florida und einigen weiteren „Swingstates“ für keinen der beiden Kandidaten zu gewinnen.

2:00 Uhr: Guten Morgen bzw. guten Abend bei der letzten TV-Live-Debatte im US-Wahlkampf. Wir sind bereit für das spannende - und vielleicht entscheidende letzte direkte Rededull zwischen Barack Obama und Mitt Romney. Heute geht es um Außenpolitik. Und US-Außenpolitik ist noch immer nichts weniger als globale Politik, die Wirkung in fast allen Ecken dieses Erdballs entfaltet.




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