Letztes Update am Mi, 09.12.2015 11:12

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EM 2016

Vor Auslosung: Fokus liegt beim ÖFB-Team auf dem Achtelfinale

Angeführt von Präsident Leo Windtner reiste der ÖFB mit achtköpfiger Delegation zur EM-Auslosung (Samstag, 18 Uhr) nach Paris. Das Losglück liegt in den Händen der Superstars Bierhoff, Trezeguet, Charisteas und Panenka.

Der erste Höhepunkt der EM 2016 findet am Samstag unter rigorosen Sicherheitsvorkehrungen im Palais des Congrès in Paris mit der Auslosung für die Gruppenspiele statt.

© gepaDer erste Höhepunkt der EM 2016 findet am Samstag unter rigorosen Sicherheitsvorkehrungen im Palais des Congrès in Paris mit der Auslosung für die Gruppenspiele statt.



Wien, Paris – Gut möglich, dass der Palais des Congrès in der französischen Hauptstadt am kommenden Samstag einer der sichersten Plätze in ganz Europa ist. Mit den verheerenden Attentaten am 13. November rund um das Stade de France ist dem Fußball der Terror zwar nahe wie noch nie gerückt, aber auch die Sicherheitsvorkehrungen haben gigantische Dimensionen angenommen. Wie alle geladenen Delegationen darf sich auch die österreichische bei der EM-Gruppenauslosung als behütet betrachten. Motto: Jedem Delegierten ein Sicherheitsbeamter.

Der ÖFB ist bereits gestern mit einer achtköpfigen Abordnung – Präsident Leo Windtner, Generaldirektor Alfred Ludwig, Sportdirektor Will­i Ruttensteiner, Teamchef Marcel Koller, Organisationschef Bernhard Neuhold, Sicherheitsbeauftragter Heimo Kraus, Mediendirektor Wolfgang Gramann und Teammanager Christian Schramm – nach Paris abgereist.

Allesamt werden ab 18 Uhr vom Auditorium aus gespannt auf jene vier Töpfe lugen, in denen die Kugeln mit den Namen der 24 Teilnehmer der EM-Endrunde auf ihre Zuordnung warten. Das Hoffen auf eine wohlgesonnene Glücksfee teilt die Delegation mit der ganzen Fußballnation. Gegen wen wird Österreich vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 in sechs Vierer-Gruppen um den Aufstieg ins Achtelfinale spielen?

- APA

Topf eins bilden Gastgeber Frankreich, Titelverteidiger Spanien, Weltmeister Deutschland, der Weltranglisten-Erste Belgien, England und Portugal. Österreich befindet sich in Topf zwei und kann daher nicht auf Italien, Russland, die Schweiz, Kroatien und die Ukraine treffen.

In einer Gruppe mit Spanien, Polen und der Türkei zu sein, soll Fortuna den Österreichern ersparen. Mit Portugal, Ungarn und Albanien als Gegner würden die Aufstiegschancen ungleich höher sein. Auch ein neuerliches Aufeinandertreffen mit Schweden, das in der Qualifikation klar distanziert worden ist, ist möglich. Das Prozedere steht fest: Zunächst wird aus Topf eins gezogen, danach folgen die Töpfe drei und vier und zum Abschluss um 18.49 Uhr Topf 2.

Das Glück der österreichischen Nationalmannschaft, mittlerweile die Nummer zehn der FIFA-Weltrangliste, liegt in den Händen von vier ehemaligen Europameistern: Die früheren Österreich-Legionäre Oliver Bierhoff aus Deutschland (Europameister 1996) und der Tscheche Antonin Panenka (1976) sowie der Franzose David Trezeguet (2000) und der Grieche Angelos Charisteas (2004) werden Losfee spielen.

Wie die Österreicher, die bislang ja lediglich als Gastgeber im eigenen Land teilnehmen durften, sind Wales, Island, Nordirland, Albanien und die Slowakei Neulinge bei Europameisterschaften.

2016 dürfen erstmals 24 Mannschaften teilnehme­n, zuvor waren es nur 16. Für diese Erweiterung des Teilnehmerfelds war einer verantwortlich, der Samstag nicht dabei sein wird: UEFA-Präsident Michel Platini. (winkl/APA)